Katzen im Winter

Katzen im Winter

Die meisten Katzen lieben es trocken und warm. Daher ist für viele Freigänger die kalte Jahreszeit eine schwierige Zeit, in der wir sie unterstützen sollten.
 

Rein oder raus?

Für Wohnungskatzen macht es kaum einen Unterschied, ob es draußen heiß oder kalt ist. Bei einem Freigänger sieht dies anders aus: Vom Frühling bis zum Herbst können sie ihre Ausflüge in vollen Zügen genießen – doch dann kommen Kälte, Regen, Wind und Schnee. Katzen lieben es jedoch warm und legen sich auch mitten am Tag in die pralle Sonne. Bei schlechtem Wetter haben viele Katzen keine Lust auf nasse Pfoten. Einige Katzen möchten bereits nach kurzer Zeit wieder ins Warme und Trockene.
 

Eine Katzenklappe macht das Leben leichter

Um den Freigängern eine einfache Möglichkeit zu geben nach Draußen zu gelangen, bittet sich die Anbringung einer Katzenklappe an. Im Handel gibt es eine große Auswahl an Katzenklappen, die sich vor allem bezüglich der Größe und ihrer technischen Ausstattung unterscheiden. Eine zierliche Siamkatze benötigt eine deutlich kleinere Klappe als eine Maine Coon. Zudem gewähren einige Katzenklappen lediglich ausgewählten Katzen Zutritt. Das funktioniert einfach über die Identifizierung mittels Mikrochip der Katze. Bei nicht registrierten Katzen bleibt die Klappe geschlossen.
 

Fellwechsel vor dem Winter

Bei Stubentigern fällt der Fellwechsel zumeist deutlich geringer als bei Freigängern aus. Schließlich müssen sie sich kein dickes Winterfell zulegen, um sich bei kalten Temperaturen im Freien zu bewegen. In der Wohnung herrschen das ganze Jahr über relativ gleichbleibende Temperaturen. Dementsprechend haaren viele Wohnungskatzen ständig ein wenig und im Frühling und Herbst geringfügig mehr. Bei Freigängern ist der Fellwechsel deutlicher vorhanden. Vor dem Winter verlieren sie ihr Sommerfell und legen sich ein dichtes Winterfell zu. Naht der Frühling, wollen sie dieses wieder schnellstmöglich loswerden. In beiden Fällen sollten wir unsere Katzen durch regelmäßige Fellpflege unterstützen. Zum einen dauert der Fellwechsel dann nicht so lange, zum anderen können wir durch regelmäßiges Kämmen die Zahl der von der Katze verschluckten Haare reduzieren. Vor allem langhaarige Katzen mit üppiger Unterwolle sollten daher während des Fellwechsels am besten täglich gekämmt werden.

 

Abwechslung im Winter bieten

Für Wohnungskatzen ändert sich im Winter kaum etwas. Um für Abwechslung zu sorgen, sind viele Katzenhalter gut ausgestattet: In vielen Fällen gehört ein großer Kratzbaum zum Standardrepertoire. Er bietet die Möglichkeit, von weit oben einen herrlichen Überblick zu haben, auf einer mittleren Etage ein Nickerchen zu machen, seine Krallen zu wetzen oder die Kletterkünste unter Beweis zu stellen. Außerdem eignet er sich hervorragend für Verfolgungsjagden, die jedoch voraussetzen, dass im Katzenhaushalt mindestens zwei Katzen leben.
 

Beschäftigung hält fit und schlank

Es ist normal und nicht ungewöhnlich, dass Katzen im Winter ihre ohnehin schon langen Schlafphasen noch ein wenig ausdehnen. Dagegen spricht nichts, so lange die Katze nicht an Gewicht zunimmt. Regen Sie ihre Katze zum Spielen an, z.B. mit einer Spieleangel oder einer anderen Beschäftigungsmöglichkeit. Manche können von einer Katzenangel gar nicht genug bekommen, andere jagen lieber Mäuschen oder Bällen hinterher. Manche lieben besonders das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Mensch und Tier. Das gilt auch für Katzentunnel, Geduldsspiele (z.B. Katzenfummelbrett), leere Kartons oder wohlriechende Duftkissen. Wichtig ist, dass die Katze im Winter aktiv und fit bleibt.

 

So nimmt die Katze ab

Drei Punkte sichern den dauerhaften Erfolg bei der Gewichtskontrolle: Erstens muss die Katze weniger Energie aufnehmen. Damit die Nährstoff-Versorgung darunter nicht leidet, ist eine gut ausbalancierte Reduktionskost empfehlenswert.
Zweitens sollten alle zusätzlichen Häppchen, z. B. Belohnungen und Snacks, gestrichen oder von der Tagesration der Reduktionskost abgezogen werden. Viele Leckerlis sind kalorienreicher als mancher denkt. 
Und schließlich ist es ganz wichtig, die körperliche Aktivität des Tieres zu erhöhen. Häufig sind damit Wohnungskatzen gemeint, die weniger Bewegung als Freigänger haben. Sie können mit Jagdspielen ermuntert werden, ebenso wie mit einem deckenhohen Kratzbaum.