Urlaub mit Katze

Katzen sind Gewohnheitstiere. Daher fahren die meisten nicht besonders gerne mit in den Urlaub. Wägen Sie ab, was für Ihre Katze besser ist und bereiten Sie sich auf die jeweilige Situation gut vor.

Soll ich meine Katze mit in den Urlaub nehmen?

Würde man unter Katzen eine Umfrage machen, würden die meisten wahrscheinlich „nein danke“ sagen. Für viele Katzen bedeutet die Fahrt in den Urlaub und der Aufenthalt in einer fremden Umgebung Stress. Sie müssen zunächst auf der Fahrt in eine (zumeist ungeliebte) Transportbox und sind ungewohnten Geräuschen ausgesetzt. Am Urlaubsort müssen sie wahrscheinlich auf den Freigang verzichten und mit einer ungewohnten Umgebung zurechtkommen. Bei Hunden ist dies anders: Sie wollen am liebsten überall mit dabei sein und nehmen dafür auch eine längere Anreise in Kauf. Bei Katzen ist dies seltener der Fall. Doch es gibt natürlich auch Ausnahmen. Einige Katzen sind sehr anhänglich und fühlen sich vielleicht in einer Tierpension nicht wohl. Steht keine Bezugsperson als Urlaubssitter zur Verfügung und handelt es sich um eine unternehmungslustige Katze, dann beginnt man am besten mit einem Kurzurlaub übers Wochenende und schaut, wie es der Katze gefällt. Vielleicht gehört sie zu den wenigen, die gerne mit in den Urlaub fahren.

Gemeinsamer Urlaub mit Katze

Wenn Sie Ihre Katze mit in den Urlaub nehmen möchten, stellt sich als erstes die Frage nach dem Urlaubsziel. Je weiter es entfernt ist, umso wahrscheinlicher ist eine Anreise mit dem Flugzeug. Bei den meisten Fluggesellschaften ist es erlaub, eine Katze in einer (während des gesamten Fluges geschlossenen) Transportbox mit in die Kabine zu nehmen. Das müssen Sie jedoch mit der Fluggesellschaft abklären und rechtzeitig reservieren. Von einem Transport der Katze im Gepäckraum des Flugzeuges ist abzuraten! Der Stress wäre eindeutig zu hoch. Unter dem Vordersitz untergebracht können ruhige Katzen jedoch durchaus einige Stunden im Flugzeug verbringen. Ähnlich verhält sich die Situation bei einer Anreise mit der Bahn. Hierbei hätten Sie im Notfall auch die Möglichkeit, die Fahrt zwischendurch zu unterbrechen. Am geschicktesten ist zumeist die Anreise mit dem eigenen Auto oder auch einem Wohnmobil. Hier können Sie frei entscheiden, wie viele Stopps Sie durchführen möchten.

Checkliste: Was brauche ich für den Urlaub mit Katze?

  1. Egal wie die Anreise geplant ist – in jedem Fall sollte die Katze in einer Box transportiert werden. Hier kann sie nicht versehentlich entweichen und hat ihr eigenes Reich, welches mit ihrer Lieblingsdecke und Spielzeug ausgestattet werden kann. 
  2. Bei einer Reise ins Ausland benötigen Sie einen EU-Heimtierausweis, der an der Grenze vorzuzeigen ist. Vorgeschrieben ist normalerweise mindestens eine Impfung gegen Tollwut. Je nach Reiseland kann es jedoch weitere Vorgaben geben. 
  3. Informieren Sie sich im Vorfeld, ob in Ihrer geplanten Unterkunft das Mitnehmen einer bzw. mehrerer Katzen erlaubt ist. 
  4. Damit sich die Katze in der neuen Umgebung gut eingelebt, sollten Sie das gewohnte Katzenklo, Streu, Näpfe und das gewohnte Futter mitnehmen. 
  5. Wenn Ihre Katze sehr menschenbezogen ist und Sie sich im Urlaub überwachten Freilauf vorstellen können, empfiehlt sich ein spezielles Katzengeschirr mit Leine. Die Handhabung sollte zuhause bereits trainiert worden sein.

Kurzurlaub ohne Katze?

Bei einem Wochenendtrip müssen Sie sich zumeist keinerlei Sorgen um die Katzen machen. Jedoch sollte dieser Kurztrip gut vorbereitet sein: Dazu gehört vor allem, dass die Katzentoilette frisch gereinigt wurde. Wenn die Katze sehr sensibel ist, sollte eine zusätzliche Katzentoilette bereitstehen. Wichtig darüber hinaus sind ausreichend mit Wasser gefüllte Schälchen und genügend zu fressen. Idealerweise fragen Sie Ihre Nachbarn, Familienmitglieder oder gute Freunde, ob sie nach der Katze schauen könnten.

Urlaubsbetreuung für daheim gebliebene Katze

Ob Sie eine Urlaubsbetreuung für Ihre Katze benötigen, hängt in erster Linie von der Länge Ihres Urlaubs ab. Sie empfiehlt sich spätestens ab dem 2. Tag. Sie könnten mit einem Futterautomaten auch eine längere Abwesenheitszeit überbrücken. Katzen benötigen aber schließlich einiges mehr: täglich frisches Wasser, eine stets gesäuberte Katzentoilette und den Bezug zu einer bekannten Person. Daher ist am besten, wenn die Katzenbetreuung von einer bekannten Person übernommen wird. Mit einer guten Katzenbetreuung schaffen Sie die besten Voraussetzungen für einen sorgenfreien, entspannten Urlaub.

Leider steht nicht immer eine Wunschperson während der Urlaubszeit zur Verfügung. In diesem Fall können Sie überlegen, ob Sie regelmäßig einen Katzensitter vorbeikommen lassen. Vielleicht gibt es eine Empfehlung aus Ihrem Bekanntenkreis oder Sie finden einen Katzensitter in Ihrer Nähe im Internet. Wichtig ist, dass Sie den Katzensitter vorher persönlich kennenlernen und gut über ihre Katze und deren Gewohnheiten informieren.

Unterbringung der Katze in einer Katzenpension

Wenn die Katze weder mit in den Urlaub kann, noch eine Betreuung zuhause umsetzbar ist, kommt vielleicht nur noch die Unterbringung in einer Katzenpension in Frage. Manche finden das spannend und haben kein Problem damit, andere fühlen sich in einer fremden Umgebung ohne ihre Bezugspersonen sehr unwohl. Bevor Sie dieses Risiko für eine 14tägige Urlaubsreise eingehen, sollten Sie dies besser erst einmal über ein Wochenende hinweg austesten. Fragen Sie Ihren Tierarzt oder andere Katzenhalter in Ihrer Umgebung nach persönlichen Empfehlungen. Wenn dies ohne Erfolg bleibt, werden Sie sicherlich im Internet fündig. Rufen Sie dort an und machen Sie einen persönlichen Termin (ohne Katze) aus, um sich ein Bild zu machen. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. Wie vertrauenswürdig und erfahren sind die Besitzer der Tierpension? Verfügen sie über den vorgeschriebenen Sachkundenachweis? 
  2. Sind die Anlage und die Zimmer sauber? 
  3. Werden eine Wurmkur, Gesundheitsprophylaxe und Haftpflichtversicherung gefordert oder ist dem Tierpensionbetreiber alles egal? 
  4. Wie viele Betreuer sind für welche Anzahl von Katzen zuständig? Es sollten nicht mehr als 15 Katzen pro Person sein. 
  5. Ist eine tierärztliche Betreuung gewährleistet? 
  6. Wie viele Katzen werden pro Raum gemeinsam untergebracht? 
  7. Ist ein Außengehege verfügbar? Und besteht bei Problemen die Möglichkeit der Einzelhaltung? 

Können Ihre Fragen zu Ihrer vollsten Zufriedenheit beantwortet werden, stellt sich noch die Frage, was eine Katzenpension pro Tag kostet. Hier gibt es deutliche Unterschiede, aber im Durchschnitt muss täglich mit zehn bis zwanzig Euro gerechnet werden. Dies ist preiswerter als ein persönlicher Katzensitter, bei dem man mit zwanzig bis vierzig Euro pro Tag rechnen muss. Die Kosten sollten allerdings nur eine untergeordnete Rolle spielen. Entscheidend ist, was für Ihre Katze(n) das Beste während der Urlaubszeit ist.

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