Neuer Onlineshop für die Diätnahrung Integra Protect. Jetzt auf www.integra-protect.com
drei Katzen auf einer Wiese

Revierverhalten von Katzen

Nicht nur bei Freilaufkatzen ist ein Revierverhalten normal, dieses können auch Wohnungskatzen zeigen. Um daraus resultierende Revierkämpfe auf ein Minimum zu reduzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wie groß ist das Revier einer Katze?

Bei Wildkatzen ist die Größe ihres Reviers von überlebenswichtiger Bedeutung, denn nur innerhalb ihres Territoriums können sie auf Beutezüge gehen und dadurch die ihre Nahrung erlegen. Je größer ihr Revier ist, umso größer sind die Chancen, ein Beutetier zu erlegen. Bei Streunerkatzen und sehr unabhängigen Freigängerkatzen liegt der Fall ähnlich. Auch sie versuchen ein möglichst großes Gebiet zu besetzen. Katzen, die in ländlicher Umgebung leben, können ein Gebiet bis zu 60.000 Quadratmeter als Revier beanspruchen.


In Städten ist die Konkurrenzsituation aufgrund der höheren Katzenpopulation dagegen deutlich größer. Dementsprechend ist das Revier erheblich kleiner und umfasst meistens weniger als 5000 Quadratmeter. Noch ein gutes Stück kleiner ist es bei Wohnungskatzen. Hier gibt die Größe ihres Zuhauses die maximale Reviergröße vor. Ein Revierverhalten legen aber alle Katzen an den Tag. Dies kann fast jeder Katzenhalter bestätigen, der mehrere Katzen besitzt.

Revierverhalten von Katzen und Katern

Ein Revier ist zum Beute machen da. Dadurch wird das Überleben gesichtert. Für die meisten Freigänger spielt der Überlebensaspekt keine Rolle, da sie Zuhause mit ausreichend Katzenfutter versorgt werden. Nichts desto trotz werden Freigänger in ihrem Revier Beutetiere wie z. B. Singvogel jagen. Die Größe eines Reviers spielt für sie daher kaum eine Rolle.


Doch egal ob es klein oder groß ist, das Revier wird regelmäßig auf bestimmten Pfaden abgegangen und auf Konkurrenten geprüft. Dann ist es an der Zeit, die eigenen Markierungen zu erneuern. Dafür wird Urin auf Nasenhöhe an Büsche, Bäume, Zäune oder Hauswände gespritzt. Als weitere Markierung dienen Kratzspuren an Bäumen. Beides sind deutliche Zeichen für ein besetztes Revier.

Wie verteidigen Katzen ihr Revier?

Katzen versuchen grundsätzlich, Konflikte zu umgehen. Respektieren andere ihr Revier, kommt es zu keinen Auseinandersetzungen. Zum Teil gibt es sogar Überschneidungen, die von beiden Revierbesitzern akzeptiert werden. Revierstreitigkeiten lassen sich jedoch nicht immer vermeiden. Diese kommen besonders häufig bei unkastrierten Katern vor. Von diesen können auch die markerschütternden Katzenschreie stammen, die man nachts gelegentlich hört. Genügen diese nicht, um sein Gegenüber zu vertreiben, werden Kater handgreiflich und verteidigen aktiv ihr Revier im Kampf.
 

Diese Kämpfe können sehr brutal aussehen und für die eine oder andere Kratzwunde sorgen. Zumeist enden sie jedoch glimpflich, da es vorangig um ein Kräftemessen geht und nicht darum, dem Artgenossen erheblich zu schaden. Kätzinnen sind zurückhaltender, aber eine Katze mit Jungtieren ist durchaus auch bereit, sich und die Jungen in ihrem Revier mit allen Mitteln zu verteidigen. Sollten Sie bei Ihren Stubentigern Verletzungen feststellen, beobachten Sie diese. Falls sie ernsthaft sind oder sich entzünden, sollten Sie den Tierarzt aufzusuchen.

Revierkämpfe in der Wohnung

Wer ein Einzeltier in der Wohnung hält, braucht sich um Revierkämpfe keine Sorgen zu machen. Die Katze beansprucht einfach den kompletten Wohnbereich für sich und muss keine Konkurrenz fürchten. Anders sieht es aus, wenn mehrere Katzen in der Wohnung leben. Hier müssen sich mehrere Katzen ein Revier teilen. Das kann völlig reibungslos funktionieren, aber es können auch Revierstreitigkeiten auftreten.
 

Wenig Probleme gibt es, wenn zwei sich vertraute Jungtiere oder kastrierte Katzen einziehen. Kommt jedoch eine Zweitkatze hinzu oder sind die Tiere unkastriert, kann es zu Auseinandersetzungen kommen. Diese sollte man nur bis zu einem gewissen Grad dulden. Ein Fauchen oder einzelne Hiebe sind noch zu akzeptieren. Einen Kampf sollte man versuchen zu unterbinden. Beim Trennen der sich streitenden Katzen schützen Sie bitte Ihre Hände und Unterarme mit Kissen oder Decken.  

Zwei kleine Katzen kämpfen

Revierverhalten bei Wohnungskatzen beeinflussen

Falls es zwischen Ihren Katzen Revierstreitigkeiten gibt, sollten Sie die Situation vor Ort überprüfen. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Katzen und überlegen Sie, wodruch die Unstimmigkeiten verursacht werden. Oftmals ist eine fehlende Ausstattung dafür verantwortlich. Jede Katze benötigt zwingend eine eigene Katzentoilette! Eigene Näpfe, eigenes Spielzeug und ein eigener Schlafplatz sollten zwingend vorhanden sein. Zudem sollte der Kratzbaum so groß sein, dass jedes Tier dort einen eigenen Schlafplatz beanspruchen kann. Vielleicht ist es sogar sinnvoll, zwei Kratzbäume aufzustellen und somit jeder Katze ein eigenes Revier zu bieten.


Tipp: In unserem Artikel „Katzen aneinander gewöhnen“ finden Sie zahlreiche Tipps, wie Sie einen Neuzugang in einen bestehenden Katzenhaushalt integrieren können. Bei Problemen empfiehlt es sich, den Neuankömmling bis auf weiteres in einem extra Zimmer unterzubringen.

Markieren in den eigenen vier Wänden

Falls Sie Urinflecken in der Wohnung entdecken, stellt sich die Frage, ob die Katze unsauber ist oder ihr Revier markiert. Bei Unsauberkeit handelt es sich zumeist um größere Urinmengen, die in der typischen Hockstellung abgegeben werden. Beim Markieren sind die Mengen deutlich geringer und hierbei versprüht die Katze im Stehen den Urin. Es ist wichtig diesen Unterschied zu kennen, um entsprechend vorzugehen zu können. In beiden Fällen empfiehlt es sich, sicherheitshalber einen Tierarzt aufzusuchen, um eventuelle Krankheiten zu erkennen und entsprechend zu behandeln.


Stellt sich heraus, dass es sich eindeutig um Markieren handelt, heißt es, die Ursache zu finden. Die erste Frage, die sich stellt, ist, ob die Katze kastriert ist. Wenn nicht, haben Sie die Lösung vielleicht schon gefunden. Ein potenter Kater möchte auch bei reiner Wohungshaltung allen Tieren in der Umgebung signalisieren, dass er hier wohnt. Bei Freigängern ist die Kastration sowieso zu empfehlen, denn dadurch werden sie in weniger Revierkämpfe verwickelt. Ist dies bereits bei allen Katzen geschehen, könnte Stress der Grund für das Markieren sein. Das Wohlbefinden der Katzen kann gesteigert werden, wenn jedes Tier eine eigene Grundausstattung hat. Desweitern können Sie den Tagesablauf prüfen. Vielleicht ergibt sich hier eine weitere Möglichkeit den Stress für die Katzen zu minimieren.

Das könnte Sie auch interessieren