Futtermittelallergie bei Katzen

Die Katze hat eine Futtermittelallergie – was bedeutet das?

Die Futtermittelallergie ist eine Form der Futtermittelunverträglichkeit, bei der das Immunsystem nicht normal funktioniert. Es reagiert auf das auslösende Protein wie auf einen Krankheitserreger. Leider reagiert es zu heftig.  Im Gegensatz zur Futtermittelallergie ist die Futtermittelintoleranz eine Reaktion der Katze auf bestimmte Substanzen im Futter ohne Beteiligung des Immunsystems.
 

Wie äußert sich eine Futtermittelallergie?

Die häufigsten Anzeichen sind Hautveränderungen, Juckreiz, Erbrechen und Durchfall. Die erwähnten Symptome können plötzlich auftreten und sogar bei Futtersorten, die die Katze bereits über eine längere Zeit problemlos vertragen hat.

Mögliche Symptome sind:

  • Juckreiz, v.a. im Gesicht, Ohren und Halsbereich
  • Lecken der Seiten und Flanken
  • Haarausfall (aufgrund des Leckens)
  • Schuppige Haut
  • Kleine, hirsekorngroße Punkte mit Krusten (miliare Hautentzündungen) am Rücken
  • Blähungen
  • Durchfall

Wodurch entsteht eine Futtermittelallergie und wie wird sie diagnostiziert?

Eine Futtermittelallergie kann durch jedes Eiweiß tierischer oder pflanzlicher Herkunft ausgelöst werden und von einem Tag auf den anderen auftreten. Sie kann auch Futtermittel als Auslöser haben, die die Katze bereits ein Leben lang bekommen und bisher gut vertragen hat.

Eine Futtermittelallergie kann nicht im Blut oder über einen Allergietest nachgewiesen werden! Die zuverlässige Diagnosestellung erfolgt nur durch eine Ausschlussdiät (Eliminationsdiät). Hierfür wird vor allem nur ein tierisches und ggf. ein pflanzliches Protein ausgewählt. Es eignen sich die Fleischsorten, die der Katze bisher noch nicht angeboten wurden. Diese Eliminationsnahrung ist über mindestens 2-3 Monate konsequent zu füttern, bis die Symptome verschwunden sind (siehe Abbildung unten).

Essensreste, Snacks z.B. Knusperkissen, Fleisch-Sticks, Vitamintabletten oder Medikamente mit Fleischaroma sind absolut tabu. Medikamente sollten immer nach Rücksprache mit dem Tierarzt abgesetzt werden.

Verschwinden der Symptome nach Gabe der richtigen Ausschlussdiät: