Diabetes bei Katzen

Diabetes bei der Katze

Auch Katzen können unter erhöhtem Blutzucker, sprich Diabetes mellitus, leiden. Wird die Katze rechtzeitig behandelt, kann sie trotz Zuckerkrankheit ein hohes Alter erreichen.

Betroffene Katzen trinken mehr und müssen entsprechend häufiger Wasser lassen. Oft kommt auch ein erhöhter Appetit hinzu. Diese Anzeichen, die oft über einen längeren Zeitraum die einzigen Hinweise sind, müssen zwar nicht unbedingt auf eine Zuckerkrankheit hindeuten, sollten aber dennoch ernst genommen werden. Gerade eine vermehrte Wasseraufnahme hat fast immer eine ernstzunehmende Ursache.

Was bedeutet Diabetes mellitus bei Katzen?

Diabetes mellitus ist eine hormonelle Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einer chronischen Erhöhung des Blutzuckergehaltes kommt (Überzuckerung). Da die Zellen nicht mehr ausreichend Energie in Form von Zucker zur Verfügung haben, werden auch Fett- und Muskelgewebe abgebaut.

 

Folgende Symptome können bei Diabetes mellitus auftreten:

  1. Vermehrte Urinabgabe (große Mengen)
  2. Vermehrte Wasseraufnahme (Durst)
  3. Vermehrte Nahrungsaufnahme
  4. Fortschreitende Abmagerung
  5. Apathie
  6. Stumpfes Fell
  7. Durchtrittigkeit der Beine

Zu Beginn der Erkrankung sind viele Katzen übergewichtig. Im weiteren Krankheitsverlauf verlieren die Katzen an Gewicht und können sogar mager werden.

Wodurch entsteht Diabetes mellitus bei Katzen?

Das Hormon Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse produziert und reguliert bei der Katze den Blutzuckerspiegel. Die Senkung des Blutzuckergehaltes ist nur durch Insulin möglich. Kein anderes Hormon ist dazu in der Lage.

Insulin fördert den Glukosetransport in die Zielzellen. Wenn einerseits zu wenig Insulin gebildet wird und auf der anderen Seite die Zielzellen nicht mehr auf das Insulin reagieren, entsteht Diabetes mellitus.

Verschiedene Ursachen kommen dafür in Frage:

  1. Infektionen
  2. Zerstörung der Zellen der Bauchspeicheldrüse
  3. Zurückbildung der Zellen (älter werden)
  4. Zielzellen in Leber/Muskel sprechen nicht oder weniger auf Insulin an
  5. Übergewicht / Adipositas
  6. Ablagerung bestimmter Stoffwechselprodukte (Amyloid) in der Bauchspeicheldrüse
  7. Medikamente

Diabetes feststellen

Ob es sich um Diabetes handelt, kann der Tierarzt durch einen Bluttest feststellen. Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, kann auch eine Harnuntersuchung die Diagnose liefern. Dann ist es nötig, den Blutzuckerspiegel durch Medikamente zu senken, da sonst verschiedene Organe, darunter Augen und Schleimhäute, Schaden nehmen können und früher oder später durch die weitere Entgleisung des Zuckerstoffwechsels auch lebensbedrohliche Komplikationen drohen.

Wenn die Katze zuckerkrank ist

Die Therapie einer zuckerkranken Katze, besteht in einer regelmäßigen Gabe von Insulin. Es kann nach einer kurzen Eingewöhnung in der Regel vom Besitzer gespritzt werden. Die richtige Handhabung wird vom Tierarzt erklärt. Dabei sind die regelmäßige Insulingabe und die direkt anschließende Fütterung wichtig. Integra Protect Diabetes wurde speziell für die Ernährungsansprüche von zuckerkranke Katzen entwickelt. 

Wird der Diabetes mellitus früh erkannt und die Katze konsequent mit Insulin und einer passenden Diätnahrung behandelt, kann es vorkommen, dass bei diesen Katzen auf die Insulingabe verzichtet werden kann.

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