Was dürfen Hunde nicht fressen

WAS DÜRFEN HUNDE NICHT FRESSEN?

Manche Hunde sind wenig wählerisch, was das Fressen angeht. Deshalb sollten wir aufpassen, dass sie nicht an Lebensmittel gelangen, die ihnen nicht bekommen. Dazu zählen unter anderem Geflügelknochen, rohes Schweinefleisch und Knoblauch.

Giftig für Hunde

Die meisten Hunde sind sehr interessiert, wenn in der Küche etwas zubereitet wird. Am Tisch sollte ihnen konsequent nichts gegeben werden, um dem Betteln vorzubeugen. In der Küche kann es jedoch vorkommen, dass mal etwas herunterfällt. Daher ist es wichtig zu wissen, was dem Hund bekommt und was nicht. 

 

Diese Lebensmittel sind für Hunde nicht geeignet:

  1. Rohes Schweinefleisch
    Hunde lieben Fleisch und dieses sollte einen Großteil ihrer Nahrung ausmachen. Wenn Schweinefleisch erhitzt wird, wie es bei Dosen- und Trockenfutter der Fall ist, kann es ohne Bedenken gefüttert werden. Im Rohzustand drohen jedoch Gefahren: Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus enthalten. Für uns ist es nicht gefährlich, für Hunde kann eine Infektion dagegen tödlich enden! Es sollte daher strikt auf rohes Schweinefleisch verzichtet werden.
  2. Rohes Geflügelfleisch
    Auch der Verzehr von rohem Geflügelfleisch kann Gefahren mit sich bringen: Es kann Bakterien und Parasiten aufweisen, die unter anderem zu Durchfall und Erbrechen führen können. Zur Sicherheit sollte daher nicht nur Schweinefleisch, sondern besser auch Geflügel nur in gekochtem Zustand gefüttert werden.
  3. Knoblauch
    Knoblauch gilt für Menschen als sehr gesund. In Knoblauch sind Schwefelverbindungen enthalten, die eine Zerstörung der roten Blutkörperchen verursachen können (Anämie). Das gilt für rohen und gekochten Knoblauch. Auf Knoblauch sollte daher verzichtet werden.
  4. Rohe Kartoffeln und andere Nachtschattengewächse
    Rohe Kartoffeln, grüne Tomaten und Auberginen enthalten Solanin. Der Stoff ist in größeren Mengen auch für uns Menschen giftig. Vor allem bei Kartoffeln gilt, dass diese keinesfalls im rohen Zustand gefüttert werden dürfen. Durch das Kochen wird das Solanin zerstört, weshalb Kartoffeln dann vom Hund sehr gut vertragen werden.
  5. Knochen
    Bei Knochen sollten Sie vorsichtig sein: Dies gilt vor allem für Röhrenknochen, wie sie beispielsweise Enten, Rehe und Hirsche aufweisen. Hier besteht beim Zerkauen die Gefahr des Splitterns, wodurch es beim Hund zu Verletzungen im Rachenraum kommen kann. Besonders hoch ist die Gefahr, wenn die Knochen gekocht oder gegrillt wurden, da sie dann sehr spröde sind. Rohe Knochen vom Kalb können vom Hund dagegen gut vertragen werden. Bei der Aufnahme von zu vielen Knochen kann es aber zu Knochenkot (Verstopfungen) kommen. Daher sollten nicht mehr als 10 g Knochen pro Kilo Körpergewicht pro Tag nicht überschritten werden.
  6. Schokolade
    Eigentlich müsste es jedem klar sein, dass Schokolade nichts für Hunde ist. Denn Schokolade enthält Theobromin, welches für Hunde giftig ist. Je höher der Kakaogehalt in einer Schokolade ist, desto höher ist der Theobromingehalt. Schokolade sollte daher nie offen herumliegen und auch nicht als Leckerli eingesetzt werden. Der Verzehr sorgt für Verdauungsprobleme, Kreislaufbeschwerden und im schlimmsten Fall zum Tod eines Tiers. Bei kleinen Hunderassen wie z.B. Chihuahuas reichen ein bis zwei Schokoriegel für eine Vergiftung aus.
  7. Avocado
    Sie gehören nicht auf dem Speisezettel für Hunde. Da Avocados für uns Menschen so gesund sind, könnte jemand auf den Gedanken kommen, sie ins Futter zu mischen. Besser nicht, denn Avocados enthalten Persin, welches für Hunde giftig ist. Dementsprechend kann es zu Durchfall, Erbrechen, Unruhe und Atemnot bei Hunden kommen.
  8. Rosinen, Trauben und Nüsse
    Auf einem niedrigen Wohnzimmertisch können Rosinen, Trauben und Nüsse möglicherweise recht einfach von einem Hund erreicht werden. Da der Verzehr jedoch schädlich ist, sollten sie besser außerhalb seiner Reichweite positioniert sein. Trauben und Rosinen können Durchfall, Erbrechen und Magenkrämpfe bei Hunden verursachen. Bei Nüssen muss man unterscheiden: Hasel- und Paranüsse sowohl Cashews können in kleineren Mengen gegeben werden. Unreife oder frische Walnüsse vom Baum können ein Pilzgift enthalten. Macadamia-Nüsse enthalten den Giftstoff Amygdalin, der bei Hunden zu Erbrechen und Fieber führt.

Was tun, wenn der Hund etwas Schädliches gefressen hat?

Wenn Sie Ihren Hund dabei erwischt haben, dass er etwas Verbotenes gefressen hat, sollten sie ihn sorgfältig beobachten. Keinesfalls sollten sie mit irgendwelchen Hausmitten versuchen, ihn zum Erbrechen zu bringen. Bei Erbrechen, Durchfall, starker Speichelbildung, Zittern oder Krämpfen sollten Sie mit Ihrem Hund sofort einen Tierarzt aufsuchen.

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