Hund im Büro – Darauf kommt es an!

Hund im Büro – Darauf kommt es an!

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Hunde am Arbeitsplatz einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und die Produktivität haben. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Hund und Halter ein eingespieltes und verantwortungsvolles Team darstellen.

Welche Vorteile bietet ein Hund im Büro?

Der amerikanische Professor Randolph Baker kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass ein Hund im Büro das Stresslevel der Mitarbeiter senkt. Dies hat positive Auswirkungen auf deren Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus kommt es zu geringeren Krankenständen und einer Verminderung der Burnout-Gefahr. Es profitieren also sowohl Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber. Das macht sich auch beim Arbeitsklima bemerkbar: Ein Hund sorgt für Gesprächsstoff, fördert den Teamgeist, erleichtert die Kontaktaufnahme zu anderen Mitarbeitern und bietet Abwechslung. Außerdem zeigt ein Unternehmen damit, dass es modern und aufgeschlossen ist. Beim Kampf um gute Mitarbeiter kann die Erlaubnis zur Hundehaltung das Zünglein an der Waage sein. Von daher entscheiden sich immer mehr Unternehmen dafür, Bürohunde zu erlauben.

Sind Hunde im Büro grundsätzlich erlaubt?

Es gibt keinen Anspruch darauf, seinen Hund ins Büro mitnehmen zu dürfen! Dies entscheidet allein der Arbeitgeber. Hat er seine grundsätzliche Erlaubnis gegeben, bleibt es ihm frei, ob er aufgrund bestimmter Vorfälle ein individuelles Verbot für einen Hund ausspricht. Denn der Arbeitgeber hat die gesetzliche Fürsorgepflicht für alle Mitarbeiter. Sollte ein Hund also gewisse Arbeitsläufe stören, häufig bellen, sehr unruhig sein, unangenehm riechen, Kollegen verängstigen oder bei einem Mitarbeiter eine Allergie auslösen, dann muss der Hundehalter akzeptieren, dass er seinen Hund nicht mehr mit ins Büro mitnehmen kann. Es ist deshalb wichtig, das Projekt „Hund im Büro“ gut durchdacht anzugehen.

Welche Hunde eignen sich fürs Büro?

Am besten eignen sich ruhige, gut erzogene Hunde fürs Büro. Zudem kann es von Vorteil sein, wenn der Hund nicht allzu groß ist, da einige Kollegen ggf. Angst haben könnten – auch wenn der Vierbeiner vielleicht lammfromm ist. Ungeeignet für einen langen Bürotag sind Welpen und Junghunde. Sie benötigen noch viel Aufmerksamkeit, sind sehr verspielt und müssen noch erzogen werden. Wer nicht das Risiko eingehen möchte, dass es mit dem Hund im Büro schon bald wieder vorbei ist, sollte vor allem darauf achten, dass der Hund gut hört und auch gehorcht. Alle Grundkommandos sollten uneingeschränkt auch bei Ablenkung einwandfrei funktionieren. Und sollte man seinen Arbeitsplatz vorübergehend verlassen müssen, ist es wichtig, dass der Hund ruhig liegenbleibt und niemanden stört.

 

Tipp: Wichtig ist zudem, dass der Hund alle erforderlichen Impfungen aufweist, keine ansteckenden Krankheiten hat und regelmäßig entwurmt wird.

 

Wie gewöhne ich meinen Hund ans Büro?

Sollten Sie die Erlaubnis zum Mitnehmen Ihres Hundes erhalten haben, wäre es am besten, dies erst einmal zu testen und es langsam angehen zu lassen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, an einem freien Tag für ein paar Stunden ins Büro zukommen oder nur einen halben Tag zu arbeiten. Falls dies nicht geht, müssen Sie den Bürotag unter normalen Verhältnissen testen. In jedem Fall sollten Sie gut vorbereitet sein: Nehmen Sie ein Hundebett oder vielleicht sogar eine bequeme Hundebox mit, die als Rückzugsort für den Hund dient. Außerdem einen Wasser- und Futternapf, Kauknochen und genügend Spielzeug. Achten Sie darauf, dass nichts quietscht und die Nahrung nicht intensiv riecht. Im Büro angekommen sollten Sie einen Platz in Ihrer Nähe auswählen, an dem der Hund sich wohl fühlt. Weder sollten hier ständig Menschen vorbeigehen, noch darf der Hund im Durchzug oder direkt neben einem häufig genutzten Drucker liegen. Wichtig ist auch, dass alle Mitarbeiter den Platz als Rückzugsort akzeptieren – also den Hund nicht im Schlaf stören.

 

Wie beschäftige ich im Büro meinen Hund?

Da Sie im Büro sicherlich möglichst ungestört Ihrer Arbeit nachgehen, ist es umso wichtiger, dass der Hund vor dem gemeinsamen Bürotag möglichst ausgeglichen ist. Ein langer Spaziergang könnte die Lösung sein, am besten mit ein paar Spieleinheiten. Oft schlafen Hunde sowieso einen Großteil des Tages, doch früher oder später werden sie wieder wach. Dann können Sie ihn mit einem Kauknochen oder einem Intelligenzspielzeug für einige Zeit beschäftigen. Und steht schließlich die Mittagspause an, ist natürlich wieder eine kurze Gassirunde angesagt. Vielleicht haben Sie auch eine Kollegin, die im Laufe des Vor- oder Nachmittags gerne einen kleinen Spaziergang mit dem Hund unternimmt. Dazu muss der Hund natürlich perfekt sozialisiert sein, was bei einen Bürohund aber sowieso der Fall sein sollte. Und ist der Bürotag schließlich vorbei, verdient der Hund ein ausgiebiges Lob und eine erneute Gassirunde. Sie ist der Lohn dafür, dass er stundenlang brav in seinem Körbchen gelegen ist und sich auch morgen wieder gerne auf einen gemeinsamen Bürotag freut.

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