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Allergie

Ebenso wie Menschen können auch Hunde und Katzen allergisch reagieren. Für das betroffene Tier ist es wichtig, keinen Kontakt mit dem auslösenden Allergene zu haben. Oft ist es jedoch gar nicht so einfach, heraus zu finden, worauf das Tier allergisch reagiert.

Unter einer Allergie versteht man eine überschießende Aktivität des Immunsystems. Ein an sich harmloser Stoff, das Allergen, provoziert eine starke Abwehrreaktion in Form einer Entzündung. Das kann beim Menschen zu Heuschnupfen und Augentränen führen, aber auch zu Juckreiz und Hautrötung oder Verdauungsstörungen, je nachdem, welcher Teil des Körpers betroffen ist.

Bei Hunden und Katzen ist es ganz ähnlich: Der Kontakt mit dem Allergen, sei es in der Atemluft, durch Hautkontakt oder in der Nahrung, führt zu einer starken immunologischen Abwehrreaktion. Bei unseren Vierbeinern ist vorrangig die Haut betroffen. Die Tiere zeigen Juckreiz und kratzen sich wund oder lecken sich kahl. Einige Hunde und Katzen zeigen außerdem chronische Verdauungsstörungen, die als Durchfall, Erbrechen, Blähungen und Appetitlosigkeit zu erkennen sind. Ist der Atmungstrakt betroffen, führt das ähnlich wie beim Menschen zu Schnupfen, Augentränen, Husten und Asthma.

Bei Hunden und Katzen ist das häufigste Allergen der Flohspeichel. Oft reicht ein einziger Flohbiss, damit das Tier wochenlang unter Juckreiz leidet. Als Allergene kommen aber auch Pollen und Gräser, Hausstaub, Schimmelsporen, Nahrungsmittel oder Medikamente in Frage. Zusätzlich gibt es Kontaktallergien, z.B. an Stellen, die wenig behaart sind und die u.a. mit Teppichböden, Kunststoffen oder Reinigungsmitteln in Berührung kommen.

Die Behandlung einer Allergie besteht in der Regel darin, dass Hund und Katze das betreffende Allergen meiden. Dazu ist jedoch eine genaue Diagnose unumgänglich. Oft ist es schwierig und langwierig, das jeweilige Allergen heraus zu finden. Außerdem muss zunächst sichergestellt werden, dass es sich auch tatsächlich um eine Allergie handelt, da viele andere Krankheiten ähnliche Symptome hervorrufen können. Leider gibt es keinen einfachen und verlässlichen Allergie-Test. Wichtig ist eine sorgfältige Untersuchung, durch die bereits viele andere Krankheiten auszuschließen sind. Erhärtet sich der Verdacht einer Allergie, sollte man systematisch versuchen, das auslösende Allergen aufzuspüren, z. B. bei einer Flohspeichelallergie die Flohbisse oder den Flohkot. Pollen und Gräser können durch einen Hauttest ermittelt werden. Kommt das Allergen aus dem Futter, ist eine sogenannte Ausschlussfütterung der einzige Weg, die Diagnose abzusichern.

Dabei ist oft einiges an Geduld nötig: Je nach Schwere der Allergie dauert es manchmal viele Wochen, bis die Anzeichen nachlassen und sich die Diagnose bestätigen lässt. Als Besitzer sollten Sie keinesfalls zu früh aufgeben: Bei hartnäckigen Fällen von Nahrungsmittel-Allergien können bis zu 12 Wochen vergehen, bis Hund oder Katze auf die Behandlung anspricht. Wenn dann jedoch das Allergen gefunden ist, hat das Tier gute Aussichten auf eine vollständige Heilung, wenn das Nahrungsallergen künftig durch eine spezielle Diät vermieden wird. Bei Gräsern und Pollen kann anschließend versucht werden, dem Tier mit einer Desensibilisierung zu helfen. Und Flohbissen lässt sich durch Flohschutzmittel vom Tierarzt vorbeugen.

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Wie finde ich heraus, auf welche Futterbestandteile mein Tier allergisch reagiert?

Hat eine Eliminationsdiät den Nachweis Futtermittelallergie erbracht, ist die nächste Frage, welches Futter denn nun alternativ gegeben werden kann. Die Eliminationsdiät verträgt das Tier nun zwar, ist aber vielfach keine Dauerlösung. Es muss der allergieauslösende Futterbestandteil identifiziert werden, damit künftig alle Futtermittel gemieden werden können, die diesen Bestandteil enthalten. Dazu werden der Eliminationsdiät schrittweise verdächtige Futterbestandteile hinzugefügt. Beispielsweise könnte zunächst Rindfleisch hinzu gegeben werden, um zu sehen, ob das Hund bzw. Katze darauf reagiert. Ist nach zwei Wochen kein Juckreiz aufgetreten, dienen statt des Rindfleisches ein paar Eßlöffel Milchpulver in der Diät dazu, die Reaktion des Tieres auf Milchprodukte zu testen. Ist auch das gut verträglich, kann man nach zwei Wochen einen neuen Bestandteil testen. Reagiert das Tier hingegen auf einen Bestandteil, ist dieser künftig im Futter strikt zu meiden. Weitere Bestandteile können dann natürlich erst nach Abklingen der Anzeichen getestet werden. Es muss also wieder die Eliminationsdiät gegeben werden, bis das Hund und Katze symptomfrei sind.

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Wie erkenne ich eine Futtermittelallergie?

Bei Haustieren äußert sich eine Futtermittelallergie meist an der Haut: Häufige Beschwerden sind Juckreiz, Pusteln, Rötungen, Haarausfall und Kratzwunden. Des weiteren können Störungen im Verdauungstrakt auftreten, mit Durchfall und Erbrechen. Da diese Anzeichen jedoch auch andere Ursachen haben können, sollten Sie Ihr Tier unbedingt beim Tierarzt untersuchen lassen. Eine 100%ige Diagnose kann nur durch das Füttern einer Eliminationsdiät gestellt abgesichert werden.

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Augen

Gesunde Augen sind für das Tier wichtig zur Orientierung, zur Nahrungssuche und zur Erkennung von Gefahren. Bei Veränderungen und Erkrankungen sollten Sie rasch einen Tierarzt aufsuchen, da viele Augenleiden nur im Frühstadium gut behandelbar sind.



Sehen Sie sich die Augen Ihres Tieres regelmäßig an und achten Sie auf alle Abweichungen vom Normalzustand. Vergleichen Sie beide Augen miteinander: Abgesehen von gelegentlich auftretenden verschiedenen Augenfarben sind Unterschiede im Erscheinungsbild beider Augen stets ein Hinweis auf eine Erkrankung. 



Häufige Anzeichen für Augenerkrankungen sind Rötung der Bindehaut und Augenausfluss, eventuell zusätzlich Reiben, Blinzeln und Lichtscheue. Diese Anzeichen treten bei einer Entzündung der Bindehaut auf, beispielsweise durch eine Infektion oder einen Fremdkörper. Sie können aber auch auf eine Verletzung der Hornhaut hindeuten, auf eine Entzündung im Augeninneren oder einen akuten Anstieg des Augeninnendrucks.



Im Alter kann sich die Linse eintrüben. Die Tiere verlieren dann allmählich ihre Sehfähigkeit. Da sie sich in ihrer gewohnten Umgebung trotzdem sehr gut zurechtfinden können, wird die Linsentrübung (Grauer Star) nicht immer sofort bemerkt. Mitunter erblinden Tiere aber auch ganz plötzlich, ohne dass etwas am Auge zu erkennen ist. Sie tasten sich dann vorsichtig voran, weigern sich, zu gehen oder stoßen gegen Hindernisse. 


Verletzungen des Auges oder der Augenlider sollten ebenfalls so rasch wie möglich behandelt werden. Tiefergehende Risse in den Lidern müssen genäht werden, damit diese weiterhin gut schließen und das Auge vor Austrocknung schützen können. Bedecken Sie das verletzte Auge mit einem feuchten Tuch oder legen Sie einen leichten Kopfverband an und bringen Sie ihr Tier umgehend zu einem Tierarzt, am besten mit der Zusatzbezeichnung "Augenheilkunde".

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Braucht mein Tier Ballaststoffe?

Ballaststoffe sind nicht lebensnotwendig wie z.B. Vitamine. Sie liefern wenig Energie, unterstützen aber die Verdauungstätigkeit. Es handelt sich in der Regel um pflanzliche Fasern, die im Dünndarm nur teilweise oder gar nicht verdaut werden. Nach dem Weitertransport in den Dickdarm dienen sie dort als Nahrung für Bakterien und beeinflussen die Darmflora. Sie können außerdem Wasser binden, das Stuhlvolumen erhöhen und die Darmtätigkeit, vor allem im Dickdarm, anregen. Bei Störungen des Magen-Darm-Traktes haben Ballaststoffe oft einen günstigen Effekt, indem sie entweder zu trockenem oder zu wässrigem Kot entgegenwirken. Ballaststoffe sind beispielsweise in Äpfeln, Möhren und Weizenkleie enthalten. Marken-Alleinfuttermittel, wie z.B. animonda Feucht- oder Trockenfutter, enthält jedoch bereits eine passende Menge an Ballaststoffen, so dass eine zusätzliche Zufuhr nicht nötig ist.

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Blutdruck

Beim Menschen sind regelmäßige Blutdruckmessungen gang und gäbe. Seit einiger Zeit sind sie auch bei Hund und Katze möglich und in vielen Tierarztpraxen sogar üblich geworden. Denn dauerhaft erhöhter Blutdruck kann beim Tier ebenso wie beim Menschen schwere Gesundheitsrisiken bergen.

Die Ursachen für einen erhöhten Blutdruck liegen meist bei anderen Erkrankungen, z.B. Nierenschäden oder hormonellen Störungen, die im Alter häufiger auftreten. Durch Blutdruckmessung können diese bereits frühzeitig erkannt und behandelt werden, bevor weitere Schäden auftreten.

Gefährdet ist zum einen das Herz, da es gegen den erhöhten Widerstand anpumpen muss. Weitere Kreislaufprobleme, Schwäche, Atembeschwerden und Bewegungsstörungen können folgen. Zum anderen sind oft die Nieren von den Folgen eines erhöhten Blutdrucks betroffen.

Der Tierarzt kann verschiedene Medikamente zur Behandlung einsetzen: einerseits gefäßerweiternde Mittel, die im akuten Fall helfen, außerdem so genannte Beta-Blocker für die langfristige Senkung des Blutdrucks, die auch Herzpatienten in der Humanmedizin in ähnlicher Form erhalten. Schließlich gibt es die Möglichkeit, durch salzarme Diät und ggf. Reduktion von Übergewicht die Erkrankung positiv zu beeinflussen.

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Diabetes mellitus

Auch Hunde und Katzen können unter erhöhtem Blutzucker, sprich Diabetes mellitus, leiden. Werden die ersten Anzeichen jedoch erkannt, kann das Tier rechtzeitig behandelt werden und trotz Zuckerkrankheit ein hohes Alter erreichen.

Betroffene Hunde und Katzen trinken mehr und müssen entsprechend häufiger Wasser lassen. Oft kommt auch ein erhöhter Appetit hinzu. Diese Anzeichen, die oft über einen längeren Zeitraum die einzigen Hinweise sind, müssen zwar nicht unbedingt auf eine Zuckerkrankheit hindeuten, sollten aber dennoch ernst genommen werden. Gerade eine vermehrte Wasseraufnahme hat fast immer eine ernstzunehmende Ursache.

Ob es sich um die Zuckerkrankheit (Diabetes) handelt, kann der Tierarzt durch einen einfachen Bluttest rasch feststellen. Ist die Krankheit bereits weiter fortgeschritten, kann auch eine Harnuntersuchung die Diagnose liefern. Dann ist es nötig, den Blutzuckerspiegel durch Medikamente zu senken, da sonst verschiedene Organe, darunter Augen und Maulschleimhäute, Schaden nehmen können und früher oder später durch die weitere Entgleisung des Zuckerstoffwechsels auch lebensbedrohliche Komplikationen drohen.

Die Therapie besteht in einer regelmäßigen Gabe von Insulin, das nach kurzer Eingewöhnung in der Regel problemlos vom Besitzer verabreicht werden kann. Der Tierarzt erklärt, wie es verabreicht werden muss. Dabei ist die regelmäßige Gabe und direkt anschließende Fütterung entscheidend. Gelegentlich kommen vor allem Katzen nach einiger Zeit wieder ganz ohne Behandlung aus, z. B. wenn sie Übergewicht abgebaut haben oder wenn weibliche Tiere kastriert wurden. Doch selbst bei lebenslanger Behandlung ist die Lebenserwartung durch die Krankheit nicht beeinträchtigt, wenn die Insulingabe regelmäßig erfolgt. Da das Tier anschließend gefüttert wird, stellt sich ohnehin meist eine problemlose Routine ein, bei der das Tier sich seine Behandlung schon selbst "abholt". Diabetes muss also keineswegs ein Todesurteil sein.

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Eisen

Funktion: E 1 (Eisen), Hämoglobinbildung in roten Blutkörperchen, Zellatmung, wichtig für den Sauerstofftransport

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Eiweiß

Funktion: Protein (Eiweiß), Aufbau und Erhalt von Muskeln, Organen und Bindegewebe

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Was versteht man unter einer Eliminationsdiät?

Besteht der Verdacht, dass Ihr Tier auf Futterbestandteile allergisch reagiert, lässt sich das nur mit einer Eliminationsdiät belegen. Haut- oder Bluttests sind Hund und Katze leider nicht sehr zuverlässig. Daher muss das Tier über mehrere Monate eine besondere Diät einhalten, die nur Futterbestandteile enthält, zu denen bisher noch nie oder wenig Kontakt bestand und auf die es folglich auch nicht allergisch reagieren kann. Eine Möglichkeit war lange die Kombination von Lammfleisch und Reis, doch da inzwischen Tiernahrungsprodukte mit diesen Bestandteilen erhältlich sind, sind andere, exotischere Fleisch- und Kohlenhydratsorten vorzuziehen. Die genaue Eliminationsdiät sollte am besten gemeinsam mit dem Tierarzt zusammengestellt werden. Eine erkennbare Besserung durch die Diät kann sich oft erst nach Monaten zeigen. Wichtig ist, dass Hunde und Katzen keinerlei andere Nahrungsmittel wie Snacks, Belohnungen oder Tischreste erhalten, da sie den Erfolg gefährden würden. Es ist also eine gewisse Ausdauer und strikte Konsequenz über einen längeren Zeitraum nötig. Bessern sich die Krankheitsanzeichen wie Juckreiz und Hautentzündung nach Umstellung auf die Eliminationsdiät, ist eine Futtermittelallergie sehr wahrscheinlich. Der endgültige Beweis wird erbracht, indem das Tier nun versuchsweise sein gewohntes Futter erhält und darauf erneut allergisch reagiert.

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Epileptischer Anfall

Ebenso wie beim Menschen kann auch bei Haustieren Epilepsie auftreten. Obwohl derartige Anfälle für das Tier meist nicht so schlimm sind, wie sie aussehen, sollte möglichen Ursachen auf den Grund gegangen werden.

Dem typischen Anfall geht eine Phase der Unruhe oder Anhänglichkeit voraus. Urplötzlich setzen Krämpfe ein, das Tier fällt um und beginnt zu zucken oder mit den Beinen zu rudern. Es ist nicht mehr ansprechbar, setzt Harn oder Kot ab und schäumt aus dem Maul. Der Anfall dauert selten länger als einige Minuten, danach kehrt das Bewusstsein zurück und das Tier verhält sich wieder völlig normal.

Obwohl dies für die Besitzer meist recht dramatisch aussieht, leidet das Tier nur wenig unter dem Anfall, da es kaum etwas davon mitbekommt. Während des Anfalls sollten sich die Besitzer daher zurückhalten, das Tier nicht berühren oder umhertragen und lediglich darauf achten, dass es sich nicht verletzt, etwa durch herabfallende Gegenstände.

Im Anschluss an einen Anfall oder wenn dieser länger als fünf Minuten dauert, sollte jedoch ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser kann Beruhigungsmittel geben, organische Ursachen für die Erkrankung abklären und diese gegebenenfalls behandeln. Meistens wird die Ursache jedoch im Gehirn verborgen bleiben. Dann hängt die Behandlung in der Regel von der Schwere der Erkrankung ab. Nur gelegentlich auftretende Anfälle von kurzer Dauer können durchaus ohne Behandlung bleiben.

Wenn jedoch eine Tendenz zu immer kürzeren Abständen zwischen den Anfällen und/oder zu immer schwereren Erscheinungen besteht, wird der Tierarzt eine lebenslange Behandlung mit Epilepsiemitteln vorschlagen. Diese haben in der Eingewöhnungsphase oft einige unerwünschte Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit. Hier sollte der Besitzer jedoch nicht zu früh die Zuversicht verlieren: Nach einigen Monaten klingen diese Erscheinungen ab und die Tiere werden meist wieder so munter wie zuvor.

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Fieber

Erhöhte Körpertemperatur ist ein häufiges Krankheitssymptom. Mit einem handelsüblichen Fieberthermometer können Sie im Krankheitsfall schnell und einfach den Zustand Ihres Haustieres einschätzen.

Die Körpertemperatur liegt bei Hunden und Katzen im Normalfall etwas über der des Menschen. Bei Hunden beispielsweise reicht sie von 38,0°C bis 39,0°C, bei Welpen bis 39,5°C. Katzen haben eine Normaltemperatur von 38,5°C bis 39,5°C. Um verlässliche Werte zu erhalten, sollten Sie auf jeden Fall die Rektaltemperatur bestimmen, also am Darmausgang messen. Messungen unter der Achsel oder im Maul sind bei Hunden und Katzen unzuverlässig. Am besten bitten Sie einen Helfer zur Fiebermessung hinzu. Dann kann eine Person das Tier halten, während die andere das Thermometer mit etwas Gel gleitfähig macht und vorsichtig in den Darmausgang einführt. Dort sollte es etwa eine Minute bleiben. Elektronische Thermometer zeigen durch ein Piepsen an, wann die Messung abgeschlossen ist.

Ist die Temperatur erhöht, kann das im Zusammenhang mit anderen Krankheitszeichen wie Mattigkeit, Futterverweigerung oder Hecheln deutliche Hinweise auf eine Erkrankung liefern. In so einem Fall sollten Sie Ihr Tier unbedingt einem Tierarzt vorstellen. Doch auch zur Überwachung eines in Behandlung befindlichen Patienten eignet sich die Körpertemperatur sehr gut. Bei Infektionskrankheiten ist ein Nachlassen des Fiebers ein Anzeichen für Besserung, etwa wenn ein Antibiotikum zu wirken beginnt.

Um Hunde und Katzen möglichst schonend untersuchen zu können, ist es hilfreich, es schon in jungen Jahren an Untersuchungen zu gewöhnen. Lernt ein Welpe z. B. das Fiebermessen in einer spielerischen und ungezwungenen Atmosphäre kennen, wird er später kaum Widerstand leisten. Er kennt die Prozedur ja und weiß, dass nichts Schlimmes geschieht. Weitere Hinweise dazu finden Sie unter dem Stichwort "Untersuchung".

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Flöhe

Nach den ersten warmen Tagen ist auch die Flohsaison nicht mehr weit. Wer sich und seinem Tier die Blutsauger ersparen will, sollte bereits jetzt Schutzmaßnahmen ergreifen.

Früher oder später kommt praktisch jeder Hund und jede Katze auf den Floh. Sei es durch den Kontakt mit Artgenossen, sei es durch Streifzüge im Garten oder im Park. Wirklich verschont bleiben in der Regel nur reine Wohnungstiere - und solche, deren Besitzer beizeiten vorbeugen.

Zu diesem Zweck gibt es inzwischen ein Reihe sehr gut verträglicher und wirksamer Präparate beim Tierarzt. Die so genannten Entwicklungshemmer beispielsweise lassen bei rechtzeitiger und regelmäßiger Anwendung eine Flohplage gar nicht erst entstehen. Meist wird das Mittel ab Beginn der Saison einmal im Monat unters Fressen gemischt. Es bewirkt, dass eingeschleppte Flöhe sich nicht vermehren können.

In manchen Fällen ist bereits ein deutlicher Flohbefall vorhanden, erkennbar am Flohkot im Fell: Dazu stellt man sein Tier auf ein Blatt weißes Papier oder in die Badewanne und kämmt es mit einem Flohkamm. Zu Boden fallende dunkle Körnchen werden mit Wasser angefeuchtet. Bilden sich rote Schlieren, handelt es sich um Flohkot, da dieser stets Blut enthält.

In so einem Fall sollte auf so genannte Adultizide zurückgegriffen werden. Das sind Mittel, die Flöhe rasch und dauerhaft abtöten. Sie müssen ebenfalls einmal im Monat angewendet werden, meist in Form einer Lösung, die direkt auf die Haut geträufelt wird. Besteht der Verdacht auf einen Flohbefall, sollten Sie diese Behandlung nicht auf die lange Bank schieben.

Je länger Ihr Tier bereits Flöhe beherbergt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass bereits Eier und Larven abgelegt wurden. Außerdem leben weniger als 10% der Flöhe auf dem Tier, der Rest befindet sich in der Umgebung, vor allem an viel genutzten Schlaf- und Liegeplätzen. Diese Bereiche sollten Sie daher stets mitbehandeln und gründlich saugen und reinigen. Um dauerhaft vorzubeugen, kann während und nach der Behandlung mit dem Adultizid ein Entwicklungshemmer eingesetzt werden. Welche Maßnahmen in Ihrem Fall sinnvoll sind, besprechen Sie am besten gemeinsam mit Ihrem Tierarzt.

Keinesfalls sollten Sie auf Mittel wie Knoblauch oder Ähnliches zurückgreifen. Im günstigsten Fall sind solche "natürlichen" Präparate wirkungslos, wie sich in Studien gezeigt hat. Mitunter können sie sogar schaden, wie etwa das Teebaumöl, das immer wieder fälschlicherweise für Tiere empfohlen wird.

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Wie füttere ich meine Katze?

Katzen nehmen natürlicherweise mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich. Sie sind regelrechte „Häppchenfresser“. Dem kommt eine Fütterung mit Trockenfutter „ad libitum“, also zur freien Verfügung, am nächsten. Zusätzlich können Sie eine oder mehrere kleine Feuchtfuttermahlzeiten anbieten. Was nicht innerhalb einer halben Stunde gefressen wird, räumen Sie bitte weg. Geben Sie das Futter nicht kühlschrankkalt sondern zimmer- bis körperwarm. Übergewichtige Tiere dürfen ihr Futter natürlich nicht „ad libitum“, sondern sollten das Futter genau abgewogen zugeteilt bekommen.

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Wieviel Abwechslung braucht mein Tier beim Futter?

Tiere lieben im Grunde die Abwechslung wie wir Menschen. Eine abwechslungsreiche Fütterung ist bereits in der Wachstumsphase von Bedeutung, da sich besonders Katzen in diesem Lebensabschnitt an bestimmte Nahrungen sehr schnell gewöhnen können. D. h. sie akzeptieren später kein anderes Futter mehr. Eine interessante und vielseitige Fütterung in jungen Jahren erleichtert unter anderem auch die Fütterung von tierärztlich verordneten Diäten. Grundsätzlich sollte man Wert auf ein ausgewogenes Alleinfutter legen.

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Wie kann ich mein Tier an neues Futter gewöhnen?

Manche Erkrankungen erfordern eine Umstellung auf eine spezielle Diätnahrung. Oft ist es aber auch aus praktischen Erwägungen nötig, Tiere an ein neues Futter zu gewöhnen, etwa wenn sie zu einem neuen Besitzer kommen. Am besten erfolgt die Gewöhnung an neues Futter möglichst behutsam und schonend: Ein kleiner Teil des neuen Futters wird mit dem bisherigen gut vermischt. Nach und nach wird der Anteil erhöht, bis schließlich nur noch neues Futter im Napf ist. Wichtig ist, dass das neue Futter (ebenso wie das bisherige) mindestens Raumtemperatur hat und frisch ist. In schwierigen Fällen kann man das neue Futter auch mit geschmacksfördernden Zutaten strecken z.B. warmer Geflügelbrühe oder warmer Milch, die dann allmählich weggelassen werden.

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Gebärmutter-Vereiterung

Hündinnen und Katzen sind relativ häufig von Vereiterungen der Gebärmutter (Pyometra) betroffen, bedingt durch die zyklischen Umbauvorgänge der Gebärmutter-Schleimhaut. Betroffen sind meist ältere Tiere 1 bis 2 Monate nach der Läufigkeit bzw. Rolligkeit. Die ersten Anzeichen sind unspezifisch: Lethargie, Appetitlosigkeit, eitriges Vaginal-Sekret, ggf. auch Erbrechen und Durchfall, bei Katzen mitunter ein Anschwellen des Bauches. Die Tiere trinken viel und ihr Zustand kann sich rasch verschlechtern, insbesondere bei geschlossener Pyometra, d.h. der Muttermund ist verschlossen und die Gebärmutter füllt sich zusehends mit Eiter.

Entscheidend ist die rechtzeitige Behandlung: Fast immer müssen Gebärmutter und Eierstöcke entfernt werden, um das Tier zu retten. Nur in den seltenen Fällen einer offenen Pyometra im Frühstadium hat eine medikamentelle Behandlung Aussicht auf Erfolg. Bei Verdacht, etwa wenn ein nicht kastriertes Tier starken Durst entwickelt, sollte also umgehend der Tierarzt konsultiert werden. Ist das Allgemeinbefinden bereits gestört, handelt es sich um einen absoluten Notfall!

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Harnsteine bei Katzen

Harnsteine treten bei Katzen in sehr unterschiedlichen Größen auf. Bereits kleinste grießkorngroße Steinchen können zu erheblichen Problemen führen. Auch sogenannte Harnwegspfropfen, die aus mineralischen Material bestehen, können starke Schmerzen verursachen. Sowohl bei Katern als auch Katzen treten Harnsteine auf., ohne jedoch ein Geschlecht zu bevorzugen. Eine gewisse Häufung gibt es bei kastrierten Tieren, sowohl männlichen als auch weiblichen.

Wenn Ihre Katze oder Ihr Kater unter Harnsteinen oder Harnröhrenpfropfen leidet , sind folgende Symptome beobachten:

  • Aggressivität
  • häufiger Gang aufs Katzenklo mit Absatz kleiner Harnmengen oder ohne Harnabsatz
  • Jaulen auf dem Katzenklo
  • Blut im Urin
  • häufiges Lecken des Genitalbereichs
  • (teilweise) Unsauberkeit
  • z. T. übel riechender Urin
Wenn Ihr Tier diese Symptome oder auch nur einen Teil der Symptome zeigt, sollten Sie schnellstens zum Tierarzt gehen. Dieser kann dann klären, ob es sich um eine „harmlose“ Harnwegsinfektion handelt oder ob Harnsteine im Spiel sind.

Mithilfe eines Ultraschallgeräts und der Untersuchung des Urins kann der Tierarzt teilweise sehr schnell feststellen, ob es sich um Harnsteine handelt und wenn ja, um welche. Struvit- und Kalzium-Oxalat-Steine sind die am häufigsten vorkommenden Harnsteine bei Katzen.

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Warum dürfen Katzen kein Hundefutter bekommen?

Weil eine langfristige, ausgewogene Ernährung der Katzen mit Hundefutter nicht möglich ist. Katzen stellen als strikte Fleischfresser andere Ansprüche an ihr Futter als Hunde. So benötigen Katzen mehr Eiweiß und einige lebenswichtige Nährstoffe zusätzlich, die sie im Gegensatz zum Hund, nicht selbst bilden können, wie z. B. Taurin.

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Impfung

Vorbeugen ist besser als Heilen - das gilt auch für Infektionskrankheiten. Gegen die gefährlichsten Erreger gibt es gut wirksame Impfungen, die Hunde und Katzen schon im Welpenalter schützen.

Diese Impfungen funktionieren wie ein Probealarm: Das Immunsystem lernt die gefährlichen Erreger schon mal in einer ungefährlichen Version kennen und kann im Notfall erheblich schneller und gründlicher reagieren. Im Idealfall kann eine Krankheit wie Katzenseuche oder Hundestaupe dann gar nicht mehr ausbrechen. Allerdings dauert es nach der Impfung etwa 1 bis 2 Wochen, bis der Impfschutz vorhanden ist. Als Besitzer sollten Sie darauf achten, dass das Tier frühzeitig eine gute Grundimmunsisierung erhält. Das heißt, der Tierarzt gibt zwei oder mehr Impfungen im Abstand von jeweils etwa vier Wochen. Dadurch bildet sich ein starkes immunologisches Gedächtnis aus, das die jeweiligen Erreger auch nach langer Zeit zuverlässig erkennt und unschädlich macht.

Wichtig ist, dass das Immunsystem zum Zeitpunkt der Impfung möglichst unbeeinträchtigt ist. Deshalb sollte das Tier eine Woche vor der ersten Impfung entwurmt werden, da Welpen häufig unter Darmparasiten wie z.B. Spulwürmern leiden und ein starker Wurmbefall die Wirksamkeit der Impfung herabsetzt. Auch bei späteren Impfungen ist eine vorherige Entwurmung sinnvoll. Wird vor der 8. Lebenswoche geimpft, können mütterliche Antikörper die Wirkung der Impfung abschwächen. Dann sollte die Injektion nach der 8. Woche wiederholt werden.

Eine gute Grundimmunisierung hält meist einige Jahre an. Viele Tierärzte sind daher inzwischen dazu übergegangen, anstatt der jährlichen Auffrischungsimpfung in größeren Abständen und nach Bedarf zu impfen.

Dieser hängt neben der Grundimmunisierung auch vom Alter und von der Haltung ab. Eine Ausnahme bildet die jährliche Tollwut-Impfung, die für Auslandsaufenthalte vorgeschrieben ist und die Ihr Tier vor dem Zugriff des Amtstierarztes schützt, falls in Ihrer Nähe ein Tollwut-Fall auftreten sollte.

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Juckreiz

Ein Kratzen hinter dem Ohr muss nicht gleich eine Flohbehandlung nach sich ziehen. Aber wenn Ihr Tier sich häufiger kratzt, Haut oder Haarkleid verändert sind oder gar offene Wunden entstehen, dann sollten Sie der Sache auf den Grund gehen.

Juckreiz kann Hunden und Katzen sehr zu schaffen machen. In vielen Fällen bringen sich die Tiere beim Kratzen selbst Verletzungen bei, die sich wiederum infizieren und entzünden können. Deutlicher Juckreiz stellt also ein ernstzunehmendes Problem dar, das Sie unbedingt bei einem Tierarztbesuch abklären sollten.

Oft ist es sinnvoll, anhand der vorliegenden Symptome, Hautveränderungen und Vorgeschichte eine Liste möglicher Ursachen zu erstellen. Denn nicht jeder Juckreiz geht auf Flohbefall zurück, obwohl Flöhe sehr häufig beteiligt sind und eine Flohbehandlung oft Teil der Therapie ist.

Weitere Ursachen können Futtermittelallergien, Pilze, Bakterien, Fremdkörper, Nervenleiden, Hormonstörungen oder Tumore sein. Mitunter findet man auch mehrere Ursachen gleichzeitig, etwa wenn eine durch Pilzbefall vorgeschädigte Haut zusätzlich von Bakterien besiedelt wird.

Besonders bei schweren oder chronischen Fällen ist daher ein systematisches Vorgehen wichtig. Dabei sollte man sich nicht vorschnell entmutigen lassen: Oft kann es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis eine Behandlung anspricht. Auf die Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen spezialisierte Tierärzte (Fachtierärzte für Dermatologie) nennt Ihnen die Tierärztekammer Ihres Bundeslandes.

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Es juckt – und das Futter ist schuld? (Katze)

Der Frühling ist längst vorbei und Hund bzw. Katze kratzen sich immer noch. Nachdem Parasiten wie Flöhe und Milben sowie andere Mikroorganismen und Kontaktallergien ausgeschlossen wurden, muss man auch einmal an eine Futtermittelallergie denken. Auslöser des Juckreizes sind die so genannten Allergene, also wasserlösliche Eiweiße oder Verbindungen aus Zucker und Eiweißen (Glykoproteine), die hitzestabil sind. Obwohl alle Futterproteine antigen sein können, wirkt oft nur ein kleiner Teil als Allergen. Alle regelmäßig gefütterten Futtermittel können dabei eine Allergie auslösen. Identifizierte Futterallergene sind Rindfleisch, Molkereiprodukte, Weizen, Geflügelfleisch, Lamm und Soja. Viele Tierhalter machen auch Farbstoffe und Konservierungsmittel für Allergien verantwortlich. Es gibt aber bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Behauptungen. Allerdings können Zusatzstoffe als unvollständige Antigene wirken.

Das Erkennen einer Futtermittelallergie ist sehr schwer und nur durch die Fütterung einer Eliminationsdiät möglich. Bei einer Eliminationsdiät werden Eiweiße eingesetzt, mit denen das Tier bisher wenig konfrontiert wurde. Daher ist es wichtig, möglichst genau zu wissen, was Hund oder Katze bisher gefressen haben. In der Regel kommen Proteinquelle selten eingesetzter Tierarten zum Zuge. So wurde das in Allergiediäten eingesetzte Lammfleisch in den 80-er und 90-er Jahren sehr wenig in Hunde- und Katzenfutter eingesetzt, wodurch es sehr gut als tierisches Protein für die Eliminationsdiät in Frage kam. Heutzutage wird es aber immer öfter eingesetzt, weshalb Allergiediäten immer weniger Lamm enthalten. Des weiteren sind regionale Unterschiede zu berücksichtigen. So wird in England Hammel- und Lammfleisch sehr oft verfüttert, wodurch die Allergie gegen diese Fleischeiweiße ebenfalls häufig vorkommt.

Die Eliminationsdiät sollte mindestens über einen Zeitraum von 10 Wochen gefüttert werden. Eine exakte Festlegung gibt es aber nicht. Es muss immer von Fall zu Fall entschieden werden. Neben selbst gekochten Rationen können auch sehr gut industriell gefertigte Nahrungen mit ausgewählten Proteinquellen zum Einsatz kommen. Sie sind vor allem für eine Langzeitbehandlung von Hund und Katze sehr gut geeignet, da sie alle lebenswichtigen Nährstoffe in ausreichenden Mengen enthalten, wie z. B. Integra® Sensitive.

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Kastration

Für freilaufende Katzen und Kater ein Muss, aber auch bei Hunden von Vorteil: Wer sein Tier kastrieren lässt, schützt es nicht nur vor unerwünschtem Nachwuchs.

Allerdings dürfte die Fortpflanzung in der Regel der ausschlaggebende Punkt sein, warum Tierbesitzer ihr Tier unfruchtbar machen lassen. Bisweilen liegt die Motivation auch im unerwünschten Verhalten des Tieres: Markieren bei Katern, Rolligkeit oder Läufigkeit sprechen auf eine Kastration an. Aggressive Rüden hingegen bessern sich eher durch Verhaltenstherapie, die Kastration kann dabei lediglich eine unterstützende Maßnahme sein. Bei männlichen Tieren ist der Eingriff relativ risikoarm: Die Hoden liegen außerhalb der Beckenhöhle und können recht einfach operativ entfernt werden.

Bei weiblichen Tieren ist die Operation etwas schwieriger, doch die Tierärzte sind mit dem Eingriff in der Regel bestens vertraut: Kastrationen zählen in den Praxen zu den häufigsten Operationen.

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Meine Katze hat Katzenstreu gefressen. Ist das gefährlich?

Junge Katzen nehmen ähnlich wie junge Hunde so ziemlich alles auf, was ihnen in den Weg kommt, darunter auch Katzenstreu. Das dient dem Kennenlernen der Umgebung und gibt sich, sobald die Katze sich damit auseinander gesetzt hat. Bei erwachsenen Katzen ist das Fressen von Katzenstreu, Erde oder Sand jedoch ein alarmierendes Zeichen, wenn es häufiger auftritt. Auch wenn die Substanzen selbst in der Regel harmlos sind, kann sich dahinter eine Verdauungs- oder Stoffwechselstörung verbergen, mitunter auch Nieren-, Hirn- oder Bluterkrankungen. Sprechen Sie in so einem Fall am besten mit Ihrem Tierarzt über das Problem.

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Warum kratzen Katzen an Bäumen und Sofaecken?

Das Kratzen dient vor allem dem Markieren des Reviers. Gut sichtbare Punkte wie z.B. Baumstämme werden mit den Krallen an der Oberfläche eingeritzt oder zerfetzt. Sowohl die gut sichtbaren Kratzspuren als auch die mit den Pfoten angebrachten Duftstoffe dienen als Signal für Artgenossen. Erst in zweiter Linie werden gleichzeitig die Krallen geschärft und alte Hornschichten abgestoßen. Der Begriff Kratzmarkieren ist daher zutreffender als die ebenfalls verbreitete Bezeichnung Krallenschärfen.

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Meine Katze fängt zusätzlich Mäuse, schadet das?

Mäuse sind Zwischenwirte für verschiedene Wurmarten, z. B. Bandwürmer. Daher kann sich Ihre Katze leichter mit Würmern anstecken, wenn sie Mäuse jagt und sollte entsprechend öfter (mehrmals jährlich) entwurmt werden.

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Nierenschaden, akut

Die Nieren reinigen das Blut von Schadstoffen und helfen bei der Ausscheidung von Stickstoff, der bei der Proteinverdauung anfällt. Außerdem bilden sie einige Hormone, die u.a. zur Blutbildung wichtig sind.

Ein akuter Nierenschaden ist ein Notfall, der unverzüglich vom Tierarzt behandelt werden muss. Die Tiere setzen vermindert Harn ab, meist gefolgt von starkem Durst. Sie zeigen Schmerzen im Bauch- und Lendenbereich und dunklen oder gar blutigen Urin. Meist ist das Allgemeinbefinden stark gestört und die Tiere sind teilnahmslos und/oder fressen nicht mehr. Diese dramatische Erkrankung kann in Folge eines Unfalls mit hohem Blutverlust auftreten, nach schweren Infektionen, aber auch nach Vergiftungen mit Schwermetallen, Frostschutzmittel oder Medikamenten.

Wichtig ist zunächst eine tierärztliche Notfallversorgung mit Infusionen und harntreibenden Medikamenten, danach Behandlung der Grundkrankheit, ggf. durch mehrwöchige Antibiotika-Therapie.

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Ohrentzündung

Schüttelt Hund oder Katze häufig den Kopf, kratzt es sich am Ohr oder reibt es die Kopfseite am Boden, sollten Sie die Ohren genauer in Augenschein nehmen: Rötung der Ohrmuschel und dunkles, bröckeliges Sekret aus dem Gehörgang deuten auf eine schmerzhafte Ohrentzündung hin.

Ursache ist meist eine Infektion mit Bakterien, Pilzen oder Milben, die durch hängende Ohren mit schlechter Belüftung zusätzlich begünstigt wird. Bei Anzeichen für eine Ohrentzündung sollten Sie das Tier auf jeden Fall beim Tierarzt untersuchen und behandeln lassen. Dieser kann das Ausmaß der Erkrankung beurteilen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Oft wird eine Ohrsalbe verschrieben, die Sie dann über einige Tage wiederholt ins Ohr geben sollten. Dazu lassen Sie sich am besten von jemandem helfen, der das Tier festhält, während Sie die Salbe ins Ohr geben und anschließend sanft einmassieren.

Zur Vorbeugung hilft es, die Ohren regelmäßig zu kontrollieren, um erste Anzeichen rechtzeitig zu erkennen. Ist der Gehörgang dicht behaart, sollten die Haare regelmäßig entfernt werden, da sie den Abfluss des Ohrsekretes behindern.

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Warum ist rohes Schweinefleisch gefährlich?

In rohem Schweinefleisch kann der Erreger der Aujeszky-Krankheit enthalten sein. Dieses Virus löst bei Hunden und Katzen eine Tollwut-ähnliche Erkrankung aus, die stets tödlich endet. Um Ihr Tier vor dem Erreger zu schützen, reicht es jedoch aus, das Fleisch gut durch zu garen, denn Erhitzen tötet den Erreger ab. Sowohl Tiernahrung in Dosen, Schalen und Frischebeuteln als auch Trockenfutter wird bei der Herstellung ausreichend erhitzt, so dass darin keinesfalls ansteckende Aujeszky-Viren enthalten sind. Für den Menschen ist das Virus übrigens ungefährlich.

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Struvitsteine Katze

Struvitsteine, die aus Magnesium-Ammonium-Phosphat bestehen, führen bei Katzen immer noch häufig zu Erkrankungen. Für die Entstehung der Struvitsteine müssen eine Reihe von Gründen berücksichtigt werden. Ein Faktor ist der Harnabsatz in sehr großen zeitlichen Intervallen. Manche Katzen urinieren z. B. nur einmal täglich, da sie als ursprüngliche Wüstentiere in der Lage sind, ihren Harn sehr konzentrieren zu können. Als weiterer Punkt ist der Mineralstoffgehalt des Futters von entscheidender Bedeutung, da er den pH-Wert des Urins der Katze beeinflusst. Werte über 7,0 bieten günstige Bedingungen für eine Steinbildung. Der häufig angeführte Magnesiumgehalt im Futter bzw. im Harn ist nicht alleinig für die Formation von Struvitsteinen verantwortlich.

Struvitsteine können mit einer Spezialdiät aufgelöst werden. Dafür wird der Harn-pH auf Werte von 6,2-6,5 gesenkt. Zusätzlich muss das Harnvolumen durch eine vermehrte Wasseraufnahme gesteigert werden. Wenn die Spezialdiät von Katzen nicht gefressen wird, kann die Ansäuerung des Harns auch durch Methionin oder Ammoniumchlorid erreicht werden, wobei allerdings der Harn-pH konsequent überwacht werden muss. Wenn die Struvitsteine jedoch zu groß sind, ist eine operative Entfernung anzuraten.

Wenn die Steine verschwunden sind, sollten Diätnahrungen zu Einsatz kommen, die eine Neubildung verhindern. Diese Spezialfuttermittel sorgen dafür, dass der Harn-pH zwischen 6,5-6,8 liegt, wie z. B. Integra Protect Struvit. Damit sind Sie und Ihre Katze bestens im Kampf gegen Struvitsteine gerüstet.

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Meine Katze trinkt nicht genug. Kann ich trotzdem Trockenfutter füttern?

Ja. Im Trockenfutter ist zwar, wie der Name schon sagt, weniger Wasser enthalten als in Feuchtnahrungen, aber die Tiere passen ihre Wasseraufnahme normalerweise an und trinken dann mehr. Gelegentlich ist es aber aus medizinischen Gründen sinnvoll, die Katze noch zusätzlich zum Trinken anzuregen, etwa bei wiederholten Problemen mit Harn- oder Blasensteinen. Dann kann es hilfreich sein, das Trockenfutter direkt vor dem Verfüttern mit etwas Wasser zu versetzen. Die Wasseraufnahme lässt sich auch steigern, indem Sie das Trinkwasser mit ein wenig Hühner- oder Fleischbrühe schmackhafter machen. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass mehrere Wassernäpfe mit frischem Wasser zur Verfügung stehen. Manchmal hilft es, Eiswürfel in den Napf zu geben oder einen kleinen Zimmerbrunnen aufzustellen, um die Katzen zum Trinken anzuregen. Am besten probieren Sie verschiedene Möglichkeiten aus, denn Katzen haben sehr individuelle Vorlieben.

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Übergewicht

Wenn Tiere überflüssige Pfunde auf den Rippen haben, beeinträchtigt das nicht nur ihre Lebensfreude, es kann auch handfeste gesundheitliche Probleme hervorrufen.

Übergewicht (Adipositas) schadet Gelenken, Herz und Kreislauf und kann andere Erkrankungen wie z. B. Diabetes hervorrufen. Tierbesitzer sollten daher ein wachsames Auge auf die schlanke Linie ihrer Schützlinge haben.

Wirkliche Zuneigung zeigt sich nicht in einem stets vollen Futternapf, sondern im verantwortungsvollen Umgang mit dem Tier. Und dazu zählen auch ausgedehnte Spielstunden, Bewegung und - nicht zuletzt - das richtige Futter in der richtigen Menge.

Am Anfang steht zunächst die Frage, ob das Tier sein Idealgewicht hat. Dazu ist oft ein Urteil vom Profi hilfreich, also Tierarzt. Als Faustregel kann zudem gelten: Wer bei seinem Tier die Rippen nicht mehr oder nur noch mit Schwierigkeiten ertasten kann, war in der Vergangenheit zu großzügig. Es wird also höchste Zeit, gegen zu steuern. Regelmäßige kleinere Schritte sind dabei vielversprechender als eine Gewaltkur.

Drei Punkte sichern den dauerhaften Erfolg bei der Gewichtskontrolle: Erstens muss das Tier weniger Energie aufnahmen als es braucht. Damit die Nährstoff-Versorgung nicht leidet, ist eine gut ausbalancierte Reduktionskost empfehlenswert, z. B. Integra® Protect Adipositas von animonda.

Zweitens sollten alle zusätzlichen Häppchen, z. B. Belohnungen und Snacks, gestrichen oder von der Tagesration der Reduktionskost abgezogen werden. Leckerlis sind kalorienreicher als mancher denkt.

Und schließlich ist es ganz wichtig, die körperliche Aktivität des Tieres zu erhöhen. Hunde profitieren von regelmäßigen Spaziergängen, Katzen lieben Jagdspiele, Stubenvögel und Kleintiere genießen die Möglichkeit zum freien Toben außerhalb des Käfigs, natürlich nach Sicherung möglicher Gefahrenquellen.

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Untersuchung

Als Besitzer merken Sie meist als erster, wenn Ihr Tier Krankheitssymptome zeigt. Ungewohntes Verhalten, reduzierte Futteraufnahme, verändertes Erscheinungsbild: Nicht immer muss sich dahinter eine Erkrankung verbergen, aber Aufmerksamkeit ist dennoch angebracht. Viele Krankheiten äußern sich anfangs mit solch unscheinbaren Symptomen. Wenn Sie dann Ihr Tier genauer untersuchen, haben Sie gute Chancen, Krankheitsanzeichen rechtzeitig zu entdecken und frühzeitig behandeln zu lassen.

Nehmen Sie die Untersuchung am besten stets systematisch vor und halten Sie eine gewohnte Reihenfolge ein. Wenn Sie Ihr Tier regelmäßig auf die folgenden Punkte hin prüfen, kennen Sie den Normalzustand und können Veränderungen rasch ausfindig machen. Außerdem ist Ihr Tier die Untersuchungen dann schon gewöhnt und lässt sich auch bei Schmerzen bereitwilliger darauf ein. Beginnen Sie am besten aus der Distanz:

  • Wie ist die Haltung, das äußere Erscheinungsbild, wie bewegt sich das Tier?
Wenden Sie sich dann dem Kopf zu:
  • Sind Ohren, Augen, Nase, Maul und deren Umgebung frei von Sekretspuren und Verunreinigungen?
  • Sind die Bindehäute des Auges gerötet?
  • Ist die Pupille klar?
Öffnen Sie gegebenenfalls mit sanftem Druck das Maul und prüfen Sie die Farbe und Durchblutung der Schleimhäute.
  • Sind Fremdkörper oder Schwellungen vorhanden?
Tasten Sie dann Hals, Brust und Bauch ab und achten Sie auf Knoten, Schwellungen oder Veränderungen im Haarkleid.
  • Ist die Bauchdecke angespannt und äußert das Tier Schmerzen bei sanftem Druck?
Tasten Sie auch nacheinander die Gliedmaßen ab. Vor allem Gelenksleiden äußern sich in Schmerzen, Schwellungen oder Erwärmung.

Prüfen Sie schließlich auch die Anal- und Genitalgegend auf Rötung, Schmerzhaftigkeit, Verunreinigungen.

Mit einem handelsüblichen Fieberthermometer können Sie rektal die Körpertemperatur prüfen.

Bei bestimmten Erkrankungen ist auch der Wasser- bzw. Nahrungskonsum verändert. Wenn Sie diese Punkte regelmäßig prüfen, werden Sie bald ein Gefühl für ihr Tier bekommen und Ihrem Tierarzt im Krankheitsfall wertvolle Hinweise geben können.

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Verband

Als Tierbesitzer können Sie durchaus in die Verlegenheit kommen, Ihrem Tier selbst einen Verband anzulegen - sei es im Notfall bei einer akuten Verletzung, sei es, weil Sie einen in der Tierarztpraxis angelegten Verband erneuern müssen.

Frische offene Wunden sollten Sie zunächst sehr behutsam oberflächlich reinigen. Dann decken Sie die offenen Stellen mit steriler Wundgaze ab, einem netzartigen Gewebe, das sich z.B. in der Erste-Hilfe-Ausrüstung findet. Darüber wickeln Sie eine dicke Polsterschicht aus Verbandswatte, die Sie anschließend mit einer Mullbinde fest umwickeln. Falls Sie die Pfoten ebenfalls verbinden, sollten Sie die Zehen großzügig mit Watte im Zehenzwischenraum auspolstern. Als äußere Schicht eignen sich selbstklebende elastische Binden, aber auch textilverstärktes Klebeband.

Wichtig ist, dass der Verband die Blutzirkulation nicht abschnürt oder Schmerzen verursacht. Andererseits soll er natürlich so fest sitzen, dass er die betroffene Stelle zuverlässig schützt und ggf. ruhig stellt. Am besten lassen Sie es sich einmal in der Tierarztpraxis zeigen.

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Sollte ich zusätzlich Vitamine und Mineralien geben?

Wenn Sie Marken-Alleinfutter geben, z. B. animonda Feucht- oder Trockenfutter, erhält Ihr Tier alle nötigen Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender und sorgfältig abgestimmter Menge. Eine zusätzliche Gabe ist dann nicht nötig und kann sogar negative Auswirkungen haben. Einige Vitamine und viele Mineralstoffe können bei Überversorgung gesundheitliche Schäden anrichten.

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Meine Katze versucht, Vögel zu fangen. Füttere ich zu wenig?

Nein. Der Jagdtrieb ist bei Katzen so stark ausgeprägt, dass sie auch satt jagen. Alles, was klein ist, sich rasch und ruckartig bewegt und hohe Geräusche von sich gibt, wird die Aufmerksamkeit einer Katze fesseln. Anschleichen, Auflauern und Anspringen sind tief im angeborenen Verhaltensrepertoire der Katze verankert und die Möglichkeit zu jagen trägt zu Ausgeglichenheit und Wohlbefinden bei, auch wenn die Jagd erfolglos bleibt. Sie können daher die Vögel im Garten nicht durch mehr Futter schützen.

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Wenn das Wasserlassen zum Problem wird (Katze)

Erkrankungen der inneren Organe sind auch bei Hunden und Katzen keine Seltenheit, vor allem bei älter werdenden Tieren. Von besonderer Bedeutung sind die Organe, die im Mittelpunkt des Stoffwechsels stehen, wie zum Beispiel die Nieren. Als das Hauptausscheidungsorgan sind sie für die tägliche Produktion des Urins verantwortlich. Eine der Hauptleistungen ist dabei die Bildung eines konzentrierten Harns. Wenn die Nieren chronisch geschädigt wurden, können sie die beiden wichtigsten Hauptaufgaben, die Harnkonzentrierung und die Abgabe so genannter harnpflichtiger Stoffe nicht mehr vollständig erfüllen. Hunde und Katzen leiden dann unter einer chronischen Unterfunktion der Nieren (Insuffizienz). Sie gehört zu den häufigsten Todesursachen bei älteren Katzen.

Da der Harn nicht mehr ausreichend konzentriert werden kann, steigt die Harnmenge, die täglich abgesetzt werden muss. Daher setzen Hunde und Katzen mehr Urin ab. Hundehalter merken dies besonders schnell, weil der Vierbeiner z.B. nachts plötzlich nicht mehr „durchhält“ oder die Harnmenge beim Wasserlassen sichtbar ansteigt. Bei Katzen muss man schon etwas genauer beobachten. Größere Streuklumpen, mehrere kleinere Klumpen oder ein häufigeres Aufsuchen der Katzentoilette sind die ersten Anzeichen. In der Regel haben Hunde und Katzen dann auch mehr Durst, d. h. sie trinken mehr Wasser. Das Problem bei einer chronischen Nierenunterfunktion besteht darin, dass sie fortschreitend ist, d. h. dass die Zerstörung des Nierengewebes nicht aufzuhalten ist. Da die harnpflichtigen Stoffe, die im Körper des Tieres giftig sind, nicht mehr ausgeschieden werden, vergiftet sich das Tier sozusagen selbst. Die betroffenen Tiere sind dann deutlich erkrankt. Sie haben keinen Hunger, schlafen viel, neigen zu Erbrechen und Durchfällen und verlieren an Gewicht. Außerdem kann auch ein urinöser Maulgeruch vorhanden sein. Grundsätzlich muss bei diesen Krankheitsanzeichen der Tierarzt aufgesucht werden.

Die Therapie bei einer chronischen Niereninsuffizienz ist vielfältig, beinhaltet aber immer die Gabe einer Diätnahrung. Nierendiäten sind zwingend notwendig, um die Gehalte der harnpflichtigen Stoffe im Blut zu senken. Nierendiäten enthalten zum einen weniger Eiweiß als herkömmliche Nahrungen, damit sich im Eiweißstoffwechsel weniger Harnstoff bildet. Dadurch kann der Harnstoffgehalt im Blut gesenkt werden. Zusätzlich ist auch der Phosphorgehalt reduziert, um die fortschreitende Zerstörung des Nierengewebes hinauszuzögern. Sowohl für Hunde als auch für Katzen stehen mit Integra Protect schmackhafte Nierendiäten als Nass- und Trockennahrung zur Verfügung.

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Warum kaut meine Katze an Wollpullis?

Vor allem Siam- und Burmakatzen kauen oder saugen oft an Wolle, eine Verhaltensstörung, die auch als "Pica" bezeichnet wird. In Einzelfällen können an Stelle von Wolle auch Plastik oder andere zerkaubare Materialien Ziel des Fehlverhaltens sein. Das Problem ist medizinisch relevant, da die Wolle bzw. andere Materialien Verdauungsstörungen bis hin zur Verstopfung hervorrufen können. Zu den möglichen Ursache zählen zu frühes Absetzen, Langeweile und genetische Faktoren. Zur Abhilfe sollten Sie zunächst die auslösenden Materialien (Pullis, Plastikgegenstände) entfernen. Zusätzlich können Sie versuchen, freien Zugang zu Trockenfutter anzubieten, um das Verhalten umzulenken (nicht bei übergewichtigen Katzen). Zusätzlich kann es helfen, das Futter zu verstecken oder schwer zugänglich zu machen, so dass die Katze intensiver beschäftigt ist. Grundsätzlich sind regelmäßige Jagd- oder Erkundungsspiele gut geeignet, um Katzen von Zwangsverhalten wie Pica und ähnlichem abzulenken.

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Meine Katze trinkt kaum Wasser. Ist das schlecht?

Nicht unbedingt. Katzen sind als ehemalige Wüstenbewohner nicht so sehr auf Wasser angewiesen: Sie haben einen eingebauten Wasserspar-Mechanismus, der sie vor zu raschen Flüssigkeitsverlusten schützt. Bei Feuchtfutter deckt die im Futter enthaltene Wassermenge oft schon einen großen Teil des Bedarfs, so dass die Katze nur wenig trinkt. Allerdings brauchen auch Katzen in bestimmten Situationen mehr Flüssigkeit, etwa wenn sie vor allem Trockenfutter zu sich nehmen, oder wenn sie unter Durchfall leiden. Es ist deshalb sinnvoll, stets frisches Wasser zur Verfügung zu stellen, auch wenn es scheinbar nicht genutzt wird.

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Wundreinigung

Akute Verletzungen sollten Sie auf jeden Fall baldmöglichst beim Tierarzt versorgen lassen. Bei größeren Wunden ist es allerdings sinnvoll, sie zunächst oberflächlich zu reinigen und anschließend provisorisch zu verbinden.

Schmutz und kleine Splitter o.ä. waschen Sie mit lauwarmer physiologischer Kochsalzlösung sehr vorsichtig aus. Dabei dürfen Sie die Wunde keinesfalls berühren, es reicht, wenn der Flüssigkeitsstrom das Gröbste wegspült. Notfalls geht auch Leitungswasser, das Sie langsam über die Wunde laufen lassen. Streichen Sie hinein hängende Haare vorsichtig aus der Wunde. Bei der Erstversorgung sollten Sie keinerlei Desinfektionsmittel, Salben, Puder o.ä. verwenden, sondern lediglich ein steriles oder sauberes Taschentuch auf die Wunde legen. Blutungen sind dadurch meist schnell gestillt. Beim pulsierenden Hervorströmen von hellrotem arteriellen Blut sollten Sie die Blutung mit Finger oder Faust stoppen und oberhalb abbinden.

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Zahnreinigung

Es mag überraschend klingen, aber aus tierärztlicher Sicht sollten auch Hunde- und Katzenzähne regelmäßig gereinigt werden. Zumindest könnte das bei Tieren, die zu starker Zahnsteinbildung neigen, einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit haben. Leider lassen sich nur wenige Hunde und praktisch keine Katzen das Bürsten der Zähne gefallen. Als Besitzer ist man daher gut beraten, schon frühzeitig den Versuch zu unternehmen, das eigene Tier daran zu gewöhnen.

Neben dem Bürsten oder direkten Auftrag einer Zahncreme mit dem stoffumwickelten Finger kann auch die Gabe von Trockenfutter und Kauspielzeug zur Zahnreinigung beitragen. Probieren Sie einfach aus, was bei Ihrem Tier am besten funktioniert.

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Zahnstein

Gesunde Zähne wollen gepflegt sein - auch bei unseren Haustieren. Mit einigen einfachen Maßnahmen beugen Sie Zahnfleischreizung, Mundgeruch und Zahnausfall vor.Zahnstein entsteht durch Beläge auf den Zahnoberflächen. Dort haftende Bakterien bilden eine gelartige Schicht. In diese lagern sich Mineralien aus dem Speichel ein. So entstehen harte gelbliche Auflagerungen, insbesondere an der Außenseite der Backenzähne. Die Folgen sind Reizung und Entzündung von Zahnfleisch und Maulschleimhaut, Mundgeruch, Zahnlockerung und -verlust sowie Fressunlust.

Um dem vorzubeugen, gilt es, ähnlich wie beim Menschen, die Bakterien und deren Gelschicht regelmäßig von den Zähnen zu entfernen. Am besten gewöhnt man sein Tier bereits von klein auf daran, sich die Zähne bürsten zu lassen. Dazu benutzt man spezielle Zahncreme für Tiere oder Schlämmkreide. Man kann auch den Zeigefinger mit etwas Mull oder Tuch umwickeln und damit die Zähne sauber reiben.

Ist das Problem bereits fortgeschritten und haben sich dicke Beläge gebildet, sollte der Tierarzt diese entfernen. Die Zahnoberflächen sind anschließend schön glatt und lassen sich durch regelmäßige Pflege besser von erneuter Zahnsteinbildung freihalten. Hilfreich zur Vorbeugung ist auch die gelegentliche Gabe von festerer Nahrung oder Kauknochen.

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Kann ich die Zahnsteinbildung bei meiner Katze durch die Fütterung beeinflussen?

Zahnstein wird durch im Speichel enthaltene Mineralstoffe hervorgerufen. Diese lagern sich in die gelartigen Zahnbeläge ein, die Bakterien als Schichten auf den Zähnen hinterlassen. Trockenfuttermittel können mechanisch eine Zahnreinigung bewirken, indem sie diese Zahnbeläge abtragen. Vitamin C hat ebenfalls einen hemmenden Effekt auf die Bakterien und dadurch auf die von ihnen gebildeten Beläge. Der Mineralstoffgehalt im Speichel lässt sich durch die Fütterung hingegen nicht beeinflussen. Falls Ihre Katze also zu erhöhter Zahnsteinbildung neigt, sollten Sie deren Zähne regelmäßig beim Tierarzt von den Zahnbelägen mittels Ultraschall befreien lassen, damit Zähne und Zahnfleisch gesund bleiben.

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Zahnwechsel

Bei der Geburt haben Hunde- und Katzenwelpen noch keine Zähne. Die ersten Milchzähne brechen nach drei bis vier Wochen durch. Nach der achten Lebenswoche, also zur üblichen Zeit der Abgabe der Jungtiere, ist das Milchgebiss meist komplett. Die bleibenden Zähne beginnen dann mit dreieinhalb Monaten zu erscheinen. Diesen Übergang zwischen Milchgebiss und bleibendem Gebiss nennt man Zahnwechsel, er dauert gut zwei Monate.

In dieser Zeit fressen die Welpen etwas weniger und sind generell anfälliger für Erkrankungen. Sie können dann leicht aus dem Maul bluten und unangenehm riechen. Obwohl Katzen und die meisten Hunde darüber hinaus keine nennenswerten Probleme beim Zahnwechsel haben, sollten Sie die Zähne in dieser Zeit dennoch häufiger kontrollieren.

Vor allem bei kleineren Hunderassen bleiben hin und wieder Milchzähne neben den hervor wachsenden echten Fangzähnen stehen. Lösen sie sich nicht durch tägliches Lockern mit dem Finger, sollte Ihr Tierarzt nachhelfen, denn im engen Zwischenraum bleiben oft Haar- und Futterreste hängen und gefährden den Fangzahn.