Katze kratzt sich

Wenn sich eine Katze häufig kratzt und Haut oder Haarkleid verändert sind, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen.

Juckreiz kann Katzen sehr zu schaffen machen. Oft bringen sich die Tiere beim Kratzen selbst Verletzungen bei, die sich wiederum infizieren und entzünden können. Deutlicher Juckreiz stellt ein ernstzunehmendes Problem dar, das Sie bei einem Tierarztbesuch abklären sollten.

Ursachen für das Kratzen

Oft ist es sinnvoll, anhand der vorliegenden Symptome eine Liste möglicher Ursachen zu erstellen. Denn nicht jeder Juckreiz geht z.B. auf Flohbefall zurück, obwohl Flöhe sehr häufig beteiligt sind und eine Flohbehandlung oft Teil der Therapie ist. Ursachen können auch Futtermittelallergien, Pilze, Bakterien, Fremdkörper, Nervenleiden, Hormonstörungen oder Tumore sein. Mitunter findet man auch mehrere Ursachen gleichzeitig, etwa wenn eine durch Pilzbefall vorgeschädigte Haut zusätzlich von Bakterien besiedelt wird.

Ursachen für das Kratzen

Wenn sich die Katze kratzt, kommen vielerlei Ursachen in Frage

Behandlung chronischer Fälle

Besonders bei schweren oder chronischen Fällen ist ein systematisches Vorgehen wichtig. Dabei sollte man sich nicht vorschnell entmutigen lassen: Oft kann es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis bei der Katze eine Behandlung anspricht. Auf die Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen spezialisierte Tierärzte (Fachtierärzte für Dermatologie) nennt Ihnen die Tierärztekammer Ihres Bundeslandes.

Gründe für dauerhaftes Kratzen

Wenn Parasiten wie Flöhe und Milben sowie andere Mikroorganismen und Kontaktallergien ausgeschlossen wurden, muss man auch einmal an eine Futtermittelallergie denken. Auslöser des Juckreizes sind die so genannten Allergene, also wasserlösliche Eiweiße oder Verbindungen aus Zucker und Eiweißen (Glykoproteine), die hitzestabil sind. Obwohl alle Futterproteine antigen sein können, wirkt oft nur ein kleiner Teil als Allergen. Alle regelmäßig gefütterten Futtermittel können dabei eine Allergie auslösen. Identifizierte Futterallergene sind Rindfleisch, Molkereiprodukte, Weizen, Geflügelfleisch, Lamm und Soja. Viele Tierhalter machen auch Farbstoffe und Konservierungsmittel für Allergien verantwortlich. Es gibt aber bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Behauptungen. Allerdings können Zusatzstoffe als unvollständige Antigene wirken.

Eine Futtermittelallergie erkennen

Das Erkennen einer Futtermittelallergie ist sehr schwer und nur durch die Fütterung einer Eliminationsdiät möglich. Bei einer Eliminationsdiät werden Eiweiße eingesetzt, mit denen die Katze bisher wenig konfrontiert wurde. Daher ist es wichtig, möglichst genau zu wissen, was die Katze bisher gefressen hat. In der Regel kommen Proteinquellen selten eingesetzter Tierarten zum Zuge. Zu berücksichtigen sind regionale Unterschiede. So wird in England Hammel- und Lammfleisch sehr oft verfüttert, wodurch die Allergie gegen diese Fleischeiweiße ebenfalls häufig vorkommt.

Die Eliminationsdiät sollte mindestens über einen Zeitraum von 10 Wochen durchgeführt werden. Eine exakte Festlegung gibt es nicht. Es muss immer von Fall zu Fall entschieden werden. Neben selbst gekochten Rationen können auch sehr gut industriell gefertigte Nahrungen mit ausgewählten Proteinquellen zum Einsatz kommen. Sie sind vor allem für eine Langzeitbehandlung von Katzen sehr gut geeignet, da sie alle lebenswichtigen Nährstoffe in ausreichenden Mengen enthalten, wie es z.B. bei animonda Integra Protect Sensitive der Fall ist.