Wenn der Hund sich kratzt

Wenn sich Ihr Hund häufig kratzt, Haut oder Haarkleid verändert sind oder gar offene Wunden entstehen, dann sollten Sie der Sache auf den Grund gehen.

Juckreiz kann Hunden sehr zu schaffen machen. In vielen Fällen bringen sich die Tiere beim Kratzen selbst Verletzungen bei, die sich wiederum infizieren und entzünden können. Deutlicher Juckreiz stellt also ein ernstzunehmendes Problem dar, das Sie unbedingt bei einem Tierarztbesuch abklären sollten.

Ursachen für Kratzen

Oft ist es sinnvoll, anhand der vorliegenden Symptome, Hautveränderungen und Vorgeschichte eine Liste möglicher Ursachen zu erstellen. Denn nicht jeder Juckreiz geht auf Flohbefall zurück, obwohl Flöhe sehr häufig beteiligt sind und eine Flohbehandlung oft Teil der Therapie ist. 

Weitere Ursachen können Futtermittelallergien, Pilze, Bakterien, Fremdkörper, Nervenleiden, Hormonstörungen oder Tumore sein. Mitunter findet man auch mehrere Ursachen gleichzeitig, etwa wenn eine durch Pilzbefall vorgeschädigte Haut zusätzlich von Bakterien besiedelt wird.

Behandlung chronischer Fälle

Besonders bei schweren oder chronischen Fällen ist daher ein systematisches Vorgehen wichtig. Dabei sollte man sich nicht vorschnell entmutigen lassen: Oft kann es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis eine Behandlung anspricht. Auf die Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen spezialisierte Tierärzte (Fachtierärzte für Dermatologie) nennt Ihnen die Tierärztekammer Ihres Bundeslandes.

Behandlung chronischer Fälle

Kratzen kann vielerlei Ursachen haben

Gründe für dauerhaftes Kratzen

Der Frühling ist längst vorbei und der Hund kratzt sich immer noch. Nachdem Parasiten wie Flöhe und Milben sowie andere Mikroorganismen und Kontaktallergien ausgeschlossen wurden, muss man auch einmal an eine Futtermittelallergie denken. Auslöser des Juckreizes sind die so genannten Allergene, also wasserlösliche Eiweiße oder Verbindungen aus Zucker und Eiweißen (Glykoproteine), die hitzestabil sind. Obwohl alle Futterproteine antigen sein können, wirkt oft nur ein kleiner Teil als Allergen. Alle regelmäßig gefütterten Futtermittel können dabei eine Allergie auslösen. Identifizierte Futterallergene sind Rindfleisch, Molkereiprodukte, Weizen, Geflügelfleisch, Lamm und Soja. Viele Tierhalter machen auch Farbstoffe und Konservierungsmittel für Allergien verantwortlich. Es gibt aber bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Behauptungen. Allerdings können Zusatzstoffe als unvollständige Antigene wirken.

Futtermittelallergie

Das Erkennen einer Futtermittelallergie ist sehr schwer und nur durch die Fütterung einer Eliminationsdiät möglich. Bei einer Eliminationsdiät werden Eiweiße eingesetzt, mit denen das Tier bisher wenig konfrontiert wurde. Daher ist es wichtig, möglichst genau zu wissen, was Hund bisher gefressen hat. In der Regel kommen Proteinquelle selten eingesetzter Tierarten zum Zuge. So wurde das in Allergiediäten eingesetzte Lammfleisch in den 80-er und 90-er Jahren sehr wenig in Hundefutter eingesetzt, wodurch es sehr gut als tierisches Protein für die Eliminationsdiät in Frage kam. Heutzutage wird es aber immer öfter eingesetzt, weshalb Allergiediäten immer weniger Lamm enthalten. Des weiteren sind regionale Unterschiede zu berücksichtigen. So wird in England Hammel- und Lammfleisch sehr oft verfüttert, wodurch die Allergie gegen diese Fleischeiweiße ebenfalls häufig vorkommt. 

Die Eliminationsdiät sollte mindestens über einen Zeitraum von 10 Wochen gefüttert werden. Eine exakte Festlegung gibt es aber nicht. Es muss immer von Fall zu Fall entschieden werden. Neben selbst gekochten Rationen können auch sehr gut industriell gefertigte Nahrungen mit ausgewählten Proteinquellen zum Einsatz kommen. Sie sind vor allem für eine Langzeitbehandlung von Hunden sehr gut geeignet, da sie alle lebenswichtigen Nährstoffe in ausreichenden Mengen enthalten, wie z. B. animonda Integra Protect Sensitive.

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